
Auf den Spuren Goethes und Schillers wandelten die Schülerinnen und Schüler der PuLst 12 während ihrer Weimarfahrt im März 2026.

Zunächst erkundeten sie das kulturelle Zentrum Deutschlands im Rahmen einer Stadtrallye eigenständig. Anschließend vertieften sie ihre Eindrücke bei Besichtigungen des Goethe- und Schillerhauses sowie der Herzogin Anna Amalia Bibliothek mit ihrem beeindruckenden Rokokosaal. Auch ein gemeinsamer Theaterbesuch durfte als Abendprogramm nicht fehlen.

Den Abschluss bildete eine Führung durch das Bauhaus-Museum, die den Schülerinnen und Schülern eine weitere spannende Facette der Stadt Weimar näherbrachte.
StRin Jasmin Achatz
Was bedeutet „Heimat“ für uns jeweils? Ist mit diesem Begriff ein bestimmter Ort gemeint, eine Personengruppe oder ein gewisses Gefühl? Unter dem Rahmenthema „Dahoam is dahoam – Heimat und Heimatgefühle“ fand in diesem Schuljahr 2025/2026 der Schulentscheid des Vorlesewettbewerbs am Max-Reger-Gymnasium statt. Passend zum Thema zeigte sich die Bühne unseres Festsaals in den Farben Bayerns und vermittelte vielfältige, typisch heimelige Eindrücke.
In dieser Atmosphäre und ganz im Zeichen der Leseförderung und der Begeisterung für Geschichten präsentierten die Siegerinnen und Sieger aus den 6. Klassen ihren Mitschülern und der Jury ihre spannenden und unterhaltsamen Vorträge.
Zur Eröffnung der ersten Leserunde (Einführung in eine vorbereitete Textstelle und Vorlesen á 4 Minuten) las Leni Schneider (6a) aus „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren vor und entführte damit in eine heimatliche Welt des Waldes und der natürlichen Lebensweise.

In die urbayerische Umgebung der Landeshauptstadt begab man sich mit Isabella Preitschafts (6b) Beitrag aus „Die drei!!! – Betrug, Brezen und ganz viel München“ von Henriette Wiechmann.

Der Klassensieger Luis Plata aus der 6c legte die Spur in winterliche Gefilde, wie sie Jörg Maurer in „Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt“ zeichnet.

Die Jury, bestehend aus der Vorjahressiegerin Pauline Graf, Frau Krusche (Elternbeirat), Frau Kontny (Buchhandlung Rupprecht), Frau Wiedenbauer (Sekretariat/Mitbetreuung Schülerlesebücherei) und Herrn StD Matz (Schulleitung), achtete dabei – neben der Textstellenauswahl – auf die beiden folgenden Kriterien: Lesetechnik (deutliche Aussprache, flüssiges Tempo, angemessene Betonung) und Interpretation (Inhalt – Stimmung, Tonlage).
Eine noch größere Herausforderung brachte die zweite Leserunde (Vorlesen á 3 Minuten) mit sich: Nun galt es für die Teilnehmenden, sich in einen bisher unbekannten Text einzufühlen und darin lesetechnisch sozusagen rasch „heimisch“ zu werden. Auch diese Hürde wurde zur Freude der mitfiebernden Klassenkameraden mit Bravour gemeistert.
Diese brachten sich klassenweise (6a: StRin Achatz; 6b: StDin Helm-Wied; 6c: OStRin Brockmann) mit unterschiedlichen Beiträgen in das Rahmenprogramm ein – ob mit kurzen Sketchen, selbst entwickelten Szenen oder dem Vortragen von Mundartgedichten.
Nach der Beratung der Jury wurden zunächst alle Sieger des Klassenentscheids mit einem Buchpreis – finanziert vom Elternbeirat – ausgezeichnet. Dann stieg die Spannung: Der Name des diesjährigen Schulsiegers wurde verkündet – Luis Plata, unser Vertreter beim Stadtentscheid 2025/2026.

OStR Tobias Kober
Im Blick auf ihre eigene gymnasiale Zukunft – genauer gesagt: in der Vorbereitung auf ihren Einstieg in die Profil- und Leistungsstufe der Oberstufe – gestalteten die Elftklässlerinnen und Elftklässler auch in diesem Schuljahr 2025/2026 die fünftägige „Wissenschaftswoche“. Als diesjähriges Rahmenthema am MRG war „Zukunft“ vorgegeben.
Ausgehend von zentralen Aussagen des Werkes „Utopia“ von Thomas Morus wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung mit OStR Tobias Kober verschiedene gegenwärtige und künftige Herausforderungen in Wissenschaft und Gesellschaft behandelt. Dabei gelang der Einblick in die Arbeitsweise der Futurologie. In Ergänzung zu ersten Schritten in die wissenschaftliche Recherchearbeit, die die Schülerinnen und Schüler bei einem Besuch in der Provinzialbibliothek im Vorfeld bereits unternommen hatten, erfolgte nun auch eine Gesamtschau wissenschaftlicher Standards im Kontext von Auswertung und Nachweis entsprechender Quellen.

Für die konkrete Arbeit hatten sich die Gruppen aus i. d. R. je drei Schülerinnen und Schülern ihr jeweiliges Leitfach gewählt und setzten sich mit der entsprechenden Fragestellung auseinander: Mal wurde die Bedeutung der Mathematik für die Gesundheitsversorgung oder die Mobilität der Zukunft beleuchtet, mal wurde im Leitfach Musik die Frage, ob Streaming-Dienste bzw. KI eher ein Segen oder doch ein Problem für Musikschaffende und die Musikvielfalt sei, aufgeworfen. Diverse Veränderungen standen im Fokus: Während es im Leitfach Wirtschaft und Recht um entsprechende Faktoren für den Arbeitsmarkt ging, erarbeiteten Geografie-Gruppen die aktuellen Erkenntnisse zur Anpassungsfähigkeit des Alpenraums an häufiger auftretende Extremwetterlagen und zu Grundkonzepten des Städtebaus im Zeichen der Klimaneutralität. Netzausbau, Speichertechniken, supraleitende Technik und die Potenziale neuer Photovoltaikmaterialien wurden im Rahmen des Leitfaches Physik untersucht. In die Auseinandersetzung mit der literarischen Verarbeitung des Themas „Zukunft“ stiegen die Arbeitsgruppen im Fach Deutsch ein und entwickelten ihre Position zur Zukunftsfrage der Hauptfigur in Christian Krachts „Faserland“ im Kontext einer „zerfaserten“ Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Definition eines „dystopischen Romans“ wurden Handlungsschritte und bleibende Botschaften von George Orwells Klassiker „1984“ erarbeitet. Utopien und Dystopien standen auch im Leitfach Geschichte im Fokus. Eine Schülergruppe nahm die Prophetie des Neuen Testaments in den Blick und präsentierte zentrale Elemente der Reich-Gottes-Botschaft Jesu.
In unterschiedlichen Präsentationsformaten wurden schließlich alle Ergebnisse aufgezeigt – mal in digitaler Form oder in einer kurzen Inszenierung selbstverfasster Interviews, mal als kurze Podcast-Beiträge oder im Format kleiner Ausstellungen.

Im Verlauf der Wissenschaftswoche wurden die Schülerinnen und Schüler in ihrem Arbeitsprozess von ihrer jeweiligen Leitfachlehrkraft begleitet: Arbeitsprotokolle wiesen das Erarbeitete schrittweise nach und wurden auch im Rahmen von Beratungsgesprächen ausgewertet. Diese dienten insbesondere der fachlichen Unterstützung und der Förderung der Selbstreflexion der Schülerinnen und Schüler im Kontext ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Auch in dieser Hinsicht war die Wissenschaftswoche 2026 ganz von Zukunftsweisendem geprägt.

OStR Tobias Kober
Beeindruckender Lebensmut auf Theaterbühne
Schreibtisch, Sessel und Bücherlampe im Vordergrund, Leinwand mit Einspielern von Landkarten, Bildern und Interviewsequenzen im Hintergrund: In dieser Kulisse eröffnet die Figur einer Schriftstellerin die Rahmenhandlung des Schauspiels „Malala. Mädchen mit Buch“ von Nick Wood. Die entsprechende Schülervorstellung im Amberger Stadttheater besuchten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 (StDin Bachfischer, StR Wendl, OStR Kober) und der Deutschklasse (Fr. Wiesmann).
Direkt werden die Jugendlichen mit einem Terrorakt konfrontiert: Grelles Licht leuchtet bedrohlich auf, Schüsse sind – auditiv-unmittelbar inszeniert – in schneller Folge zu hören. Warum wird am 09.10.2012 ein Anschlag auf Malalas Leben, d.h. auf eine 15-jährige Jugendliche, verübt? Die aufgezeigten politischen und gesellschaftlichen Hintergründe Pakistans weisen den Zuschauern den Weg zum Verstehen: Malala Yousafzai ist die authentisch-reale Verkörperung des Widerstands gegen Vorgaben des Taliban-Regimes, wonach pakistanischen Mädchen ab acht Jahren der Zugang zu schulischer Bildung und sonstigem kulturellen Angebot verwehrt ist. Auch in Opposition zu Meinung und Einstellung des eigenen Vaters avanciert Malala – dank der schon vor mehr als einem Jahrzehnt vorhandenen digitalen Möglichkeiten – zu einem Medienstar, der sich für das Grund- und Menschenrecht auf Bildung einsetzt und für diesen Kampf unter dem Motto „education first“ selbst das eigene Leben riskiert. Letztlich setzt sich in der verstärkt düsteren Bühnenatmosphäre doch ein Hoffnungsschimmer durch: Malala überlebt das Attentat schwerstverletzt und spricht bereits im Juli 2013 vor der Jugendversammlung der UNO. Im Oktober 2014 wird auch Malala in Würdigung ihres außergewöhnlichen Einsatzes der Friedensnobelpreis verliehen. Inzwischen hat Malala ein Studium absolviert und ein eigenverantwortliches Familienleben aufgebaut.
Die Intensität der Inszenierung (Silvia Armbruster/T:K Theater in Kempten) beeindruckte die Schülerinnen und Schüler, deren Fragen, Eindrücke und Meinungen zunächst noch im Stadttheater bei einem Nachgespräch, später im Unterricht nochmals aufgegriffen und reflektiert wurden. Malalas Plädoyer „Bildung ist menschlich“ wird – als Anspruch und Hoffnungszeichen gleichermaßen – nie an Aktualität und Wirkkraft verlieren.
OStR Tobias Kober



Die Jahrgangsstufe 11 im G9 hat zum Einstieg in die Oberstufe eine Scharnierfunktion hin zur Profil- und Leistungsstufe der Jahrgangsstufen 12 und 13, in denen von den Schülerinnen und Schülern ein W-Seminar zu belegen ist. In der Vorbereitung darauf und als Einführung in das oberstufengemäße wissenschaftliche Arbeiten findet an fünf Unterrichtstagen für die Elftklässlerinnen und Elftklässler die sogenannte „Wissenschaftswoche“ statt. Diese stand am MRG im Schuljahr 2024/2025 unter dem Rahmenthema „Olympia“.
Bei der Eröffnungsveranstaltung führte OStR Kober in die vielfältigen begrifflichen, historischen, kulturellen, sportpolitischen und gesellschaftlichen Aspekte der Olympischen Spiele – ausgehend von der Antike bis hinein in die Herausforderungen der Spiele der Gegenwart – ein. In Ergänzung zu ihren ersten Einblicken in die wissenschaftliche Recherchearbeit, die die Schülerinnen und Schüler bei einem Besuch in der Provinzialbibliothek im Vorfeld bereits gewonnen hatten, erfolgte nun eine Gesamtschau wissenschaftlicher Standards im Kontext von Auswertung und Nachweis entsprechender Quellen.
Für die konkrete Arbeit hatten sich die i.d.R. je drei Schülerinnen und Schüler ihr jeweiliges Leitfach gewählt und setzten sich nun mit der entsprechenden Fragestellung auseinander: Mal wurde eine konkrete Lebensgeschichte (z.B. im Fach Deutsch „Die deutsche Eiskunstläuferin Katarina Witt“; „Die tragische Geschichte der somalischen Sprinterin Samia Yusuf Omar“) in den Blick genommen, mal stand die Mathematik der Laufrekorde oder des Olympiastadions im Fokus. Ebenso wie Peking 2008 wurden auch die Olympischen Winterspiele von Sotschi 2014 aus geographischer Sicht kritisch beleuchtet. „Olympische Spiele – wirtschaftlicher Fluch oder Segen?“ im Leitfach Wirtschaft und Recht wägte das volkswirtschaftliche Für und Wider gegeneinander ab. Fragestellungen in Geschichte und in Politik und Gesellschaft behandelten den Einfluss des antiken Vorbilds auf die Spiele der Moderne und den Ausschluss von Athleten bestimmter Länder als politisches Statement. Und auch der Blickwinkel der Fächer Latein („Der Laufsport im Spiegel lateinischer Autoren“) und Physik („Physik des Tauchens“) durfte nicht fehlen.
Am Tag der Präsentationen überzeugten die Schülerbeiträge mit einer Mischung in der Darstellung von Ergebnissen – mal in digitaler Form oder per Inszenierung von selbstverfassten Interviews, mal als Podcast (Englisch: „London 2012“) oder in Form einer Ausstellung (Kunst: „Kommunikationsdesign: Werbekampagnen einer Olympiade“). „Der Weg zu Olympia am Beispiel von Turnen“ (Sport) wurde dargestellt bis hin zur Durchführung einer Medaillenübergabe als dem Traumziel einer jeden Sportlerin und eines jeden Sportlers. Und dem „Optimalen Winkel bei Sprung und Wurf“ (Physik) konnte man experimentell auf die Spur kommen.
Insgesamt wurden die Schülergruppen an den – ganz im Sinne der Olympischen Ringe – fünf Tagen von ihrer jeweiligen Leitfachlehrkraft begleitet: Arbeitsprotokolle wiesen das Erarbeitete schrittweise nach und wurden auch im Rahmen von Beratungsgesprächen ausgewertet. Diese dienten insbesondere der fachlichen Unterstützung und der Förderung der Selbstreflexion der Schülerinnen und Schüler. Schließlich erbringt die Wissenschaftswoche ein jeweiliges Produkt auf Basis eines entsprechenden Arbeitsprozesses. Und in dieser Hinsicht schließen sich die olympischen Kreise: Denn auch die wahren Olympioniken – also die Olympiasiegerinnen und Olympiasieger – erbringen den Nachweis einer Korrelation von Training, Wettkampfvorbereitung und Leistung am Tag der Entscheidung.
OStR Tobias Kober



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