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Technoptikum2020„Das war die wirklich beste Unterrichtsstunde – ever ☺! – So müssten Unterrichtsstunden immer sein!“ Diese oder ähnliche Aussagen konnte man nicht nur einmal aus dem Mund von Schüler/innen der 5. Jahrgangsstufe hören, als sie am Freitag vor den Faschingsferien ein bestimmtes Klassenzimmer verließen.  Was hatte sich aber dort während der vorherigen 45 Minuten zugetragen? Wie gerne würde man jetzt sagen: eine Deutsch-, Mathematik- oder Englischstunde. Aber nein, es war das „Technoptikum“, das die MRG-Schülerinnen und Schüler so sehr in seinen Bann zog. Hinter diesem kryptischen Namen, der als Kunstwort die Begriffe „Technologie“ und „Panoptikum“ verknüpft, verbirgt sich eine  Sammlung äußerst kreativer technischer und physikalischer Funktions- und Demonstrationsmodelle des Dipl.-Physikers Manfred Bauer, der hauptberuflich als wissenschaftlicher Mitarbeiter unseres Kooperationspartners OTH Amberg-Weiden arbeitet. Das Besondere an seinen Aufbauten ist, dass nahezu in jedem seiner Exponate Alltagsgegenstände verbaut sind. Aus Plastiklöffeln und -flaschen, Kronkorken, Strohhalmen, CDs, Luftballons, Konservenglasdeckeln oder Filmdosen formte der passionierte Tüftler und Modellbauer z. B. Wasserräder, U-Boote, Luftkissenfahrzeuge oder Spielzeugkanonen. Auf diese Art und Weise möchte er physikalische Inhalte und Gesetzmäßigkeiten nicht nur verständlich und kindgerecht erklären, sondern ganz besonders auch die Begeisterung für das naturwissenschaftliche Arbeiten wecken. Aufgrund dessen ist es nicht verwunderlich, dass auch bei der Veranstaltung am MRG für die Fünftklässler galt: „Anfassen, Ausprobieren und Nachbauen!“ So konnten die Schüler/innen beispielsweise vor Ort aus Korken und Pommes-Gabeln kleine Wasserräder oder aus Büroklammern und einem Strohhalm cartesische Taucher bauen, die sie als Erinnerungsstücke an diese Veranstaltung natürlich auch mit nach Hause nehmen durften. Technoptikum2020 1Nach 45 äußerst interessanten und kurzweiligen Minuten musste die jeweilige Kleinguppe von je zehn bis dreizehn Fünftklässlern leider auch schon wieder die Welt des Technoptikums verlassen. Der Gedanke an den Bau eines Luftkissen- oder Solarfahrzeuges dürfte viele Schüler nicht nur an diesem Tag, sondern die eine oder andere Familie vielleicht auch noch in den Faschingsferien beschäftigt haben. Doch genau damit hätte diese Veranstaltung ihren Zweck erfüllt: das naturwissenschaftliche Interesse zu wecken und die Begeisterung fürs Experimentieren zu entfachen! Ein herzliches Dankeschön noch einmal an Herrn Bauer, der mit viel Hingabe und Akribie nicht nur das Technoptikum an sich entwickelt hat, sondern auch jede der sechs Kleingruppen an diesem Tag mit seinen kindgerechten und anschaulichen Erläuterungen durch die Welt seines Technoptikums geführt hat. 

 

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Verfasst von StRin Anita Rotheigner

Die LMU verleiht jährlich im Auftrag des Regionalverbandes Bayern in der Deutschen Physikalischen Gesellschaft e. V., den Fakultäten und Fachgruppen Physik der bayerischen Landesuniversitäten sowie der Linde AG einen Physik Seminararbeitspreis. 

 Im Rahmen des W-Seminars „Berühmte Physiker und ihre Werke“ hat der Abiturient Albertin Christoph seine W-Seminararbeit mit dem Thema „Die Kaplan-Turbine – Aspekte einer hydraulischen Strömungskraftmaschine“ bei der LMU München eingereicht und den Seminararbeitspreis Physik 2019 erhalten. OStD Wolters übergab die Urkunde, einen symbolischen Scheck im Wert des Preisgeldes in Höhe von 500 EUR Preis an Herrn Albertin im Rahmen der Abiturfeier 2019. OStD Wolters würdigte dabei die Leistung des Abiturienten mit der Laudatio der Fachjury: 

 Herr Albertin konstruierte für seine Arbeit eigens eine Turbine, mit der er einen Generator treiben konnte. Das Herzstück der Turbine druckte er mit einem modernen 3D-Drucker. Den fertigen Aufbau betrieb Herr Albertin in einer Staustufe eines Baches mit unterschiedlichen Fallhöhen. Um die erzielte Leistung mit der maximal erreichbaren zu vergleichen, bestimmte Herr Albertin nicht nur die Fallhöhe, sondern auch den Volumenstrom. Im vorangestellten Theorieteil der Arbeit stellt Herr Albertin die relevanten Gleichungen, die zum Teil sehr komplex sind, ausführlich dar. Der starke Bezug zur Physik und die sehr eindrucksvolle und aufwändige praktische Realisierung überzeugten die Jury.

Siemens2018Im Zuge der Berufs- und Studienorientierung besuchten technikinteressierte Oberstufenschüler des Max-Reger-Gymnasiums das Siemens-Werk in Amberg. Dort erhielten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen, sowie ihre begleitenden Physiklehrkräfte zunächst eine thematische Einführung in den weltweit agierenden Technologiekonzern. Die Siemens AG in Amberg konzentriert sich hauptsächlich auf die Digital Factory und die Herstellung von industrieller Automatisierungstechnik. Der innovationsstarke und nachhaltige Konzern bietet damit allein in Amberg knapp 5000 Menschen einen Arbeitsplatz. Anschließend erhielten die Schüler und Schülerinnen einen kurzen Überblick über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten bei Siemens. Gefragt sind im Zuge der Digitalisierung vor allem Studenten und Studentinnen der Industrie 4.0-Informatik, des Maschinenbaus und der Elektro- und Informationstechnik. Den Teilnehmern und Teilnehmerinnen wurden die Vorteile eines dualen Studiums aufgezeigt, da es Studieren und praxisnahes Lernen verbindet. Positiv sind auch die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten, die Siemens seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen bietet. Nach diesem theoretischen Teil und einer kurzen Sicherheitsunterweisung hatten die Gymnasiasten natürlich auch die Chance, in das reale Berufsleben hinein zu schnuppern und durften sich zwei verschiedene Firmenbereiche auswählen, in welchen sie im Anschluss eine genauere, praxisnahe Einführung erhielten. Neben der Produktionsplanung, dem Sondermaschinenbau und der Elektrotechnik, zeigten die Schüler und Schülerinnen auch ein großes Interesse an dem kaufmännischen und dem IT-Bereich. Die Führungen boten einen interessanten Einblick in die verschiedenen Berufsfelder von Ingenieuren und Auszubildenden. Insbesondere wurde den Besuchern klar, dass die Industrie 4.0 mit der damit verbundenen Digitalisierung bei Siemens schon längst Einzug gehalten hat. Den Abschluss des kurzweiligen Vormittags bildete nach einem kurzen Imbiss die ausschließlich positive Feedbackrunde der Teilnehmer. 

FotoDer Schüler Fabian Wagner aus der Q12 des Max-Reger-Gymnasiums beteiligte sich in diesem Schuljahr an der „Internationalen PhysikOlympiade IPhO“ und hat die erste Runde souverän gemeistert.

Er darf damit an der zweiten Runde teilnehmen.

Die „Internationale PhysikOlympiade IPhO“ ist ein jährlich durchgeführter Wettbewerb, bei dem sich Schüler weltweit beteiligen können um sich in mehreren Runden für die Endrunde zu qualifizieren, die im kommenden Jahr in Lissabon stattfinden wird. In jeder Runde müssen dabei anspruchsvolle physikalische Aufgaben gelöst werden.

Für die bisherige erfolgreiche Teilnahme erhielt er eine Urkunde, die ihm feierlich von Schulleiter OStD Wolfgang Wolters und Betreuungslehrer OStR Helmut Schweimer überreicht wurde.  

„Alles Bumerang“ – baue dein eigenes Flugobjekt, in Kooperation mit der Albert-Schweitzer-Grundschule Amberg

BumerangZu Beginn des P-Seminars wurden die Seminarteilnehmer mit einem Film und Referaten in das komplexe Thema des P-Seminars „Alles Bumerang - baue dein eigenes Flugobjekt“ bei Frau Wiesgickl eingeführt. Die Referenten gaben einen tieferen Einblick z.B. in die Geschichte, die Physik und die Wurftechnik des Bumerangs. Das erste praktische Ergebnis erzielten wir beim Nachbau eines Milchkarton-Bumerangs nach Anleitung eines gezeigten YouTube-Videos. Obwohl sich der Bau des „LatteRang“ schwieriger gestaltete als erwartet, planten wir als nächsten Schritt einen Holzbumerang aus speziellem finnischem Birkenspeerholz (7-lagig!) zu bauen.

Nachdem wir eine einfache Bauanleitung für einen Dreiflügler im Internet gefunden hatten, erfolgte der Bau in mehreren Schritten. Doch bevor wir damit beginnen konnten, mussten das Material beschafft und die Finanzen gedeckt werden. Nun ging das Projekt zum praktischen Teil über: Die erste Aufgabe bestand darin, die Form genau vorzuzeichnen und im Groben auszuschneiden, sodass das Flugobjekt anschließend mit Feilen genauer ausgearbeitet werden konnte. Jetzt kam der kritische Teil, bei dem Fingerspitzengefühl gefragt war – das Profil des Bumerangs, welches die Flugkurve entscheidend beeinflusst, war zu formen. Doch auch der Schönheit musste Genüge getan werden, indem der „Triplex“ geschmirgelt, grundiert und farbig lackiert wurde. Erste Flugversuche endeten bei so manchem im Grundstück des Nachbarn – andere hatten mehr Erfolg, auch wenn nur bei den Wenigsten eine vollständige Flugkurve erzielt wurde.

Nach diesem Erfolg begannen wir mit den Vorbereitungen für unsere Kooperation mit einem externen Partner, der Albert-Schweitzer-Grundschule. Wir planten, mit den Schülern der dritten Klassen einen „LatteRang“ zu bauen – wie wir es bereits versucht hatten. Am 22.06.17 war es dann so weit: Wir teilten uns auf die verschiedenen Klassen auf und erklärten den Schülern Schritt für Schritt wie sie ihre mitgebrachten Milchkartons bearbeiten sollten. Nachdem die Bumerangs mit mehr oder weniger Hilfe von unserer Seite fertiggestellt worden waren, durften die Kinder nach einer Einführung in die Wurftechnik ihre selbstgebauten Objekte im Freien fliegen lassen. Auch wenn die ersten Versuche bei manchen fehlschlugen, funktionierte es doch bei den meisten nach dem Bau eines zweiten „LatteRang“.

So kam nicht nur bei den Grundschülern große Freude auf, sondern auch bei uns während des gesamten Projekts, da sowohl die Konstruktion als auch das Werfen des Bumerangs faszinierend und interessant waren.

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