Inzwischen zum siebten Mal konnte sich das Max-Reger-Gymnasium über die Auszeichnung „Umweltschule in Europa" freuen. Für dieses Prädikat müssen bestimmte Wettbewerbskriterien – insbesondere das Erfüllen eines ganzheitlichen ökologischen Anspruchs und die besonders intensive Behandlung von zwei Schwerpunktthemen im Schuljahr – erfüllt werden.
In der diesmaligen Wettbewerbsphase waren es die Themen „Nachhaltiger Konsum - ökologische und soziale Verantwortung“ und „Der zukunftsfähige Umgang mit Wasser - lokale und globale Wirkung“. Für den ersten Schwerpunkt hatte der AK „Umwelt“ das bewährte Konzept einer ökologischen Modenschau nochmals „upgegradet“: Viele Schülerinnen und Schüler designten mit großem Engagement und Einfallsreichtum kreative Kleidung aus alten Materialien und präsentierten ihre Ergebnisse auf großer Bühne wie auf dem Catwalk von „Germany’s Next Topmodel“. Unterstützt wurde die glamouröse Show durch die sechsten Klassen, die im Kunstunterricht sehr einfallsreiche Hutkreationen und modische Accessoires gebastelt hatten und damit den Zuschauerraum gestalteten.
Zum zweiten Punkt entwickelte man eine ganze „Schwerpunktwoche“. Dazu wurde im Unterricht vieler Jahrgangsstufen und Fächer das Thema „Wasser“ aufgegriffen. Beispielsweise behandelte man im Deutschunterricht Märchen wie „Die Regentrude“ oder „Der Froschkönig“, „Der Fischer und seine Frau“ oder „Die kleine Meerjungfrau“. Außerdem kreierten Klassen Texte und Gedichte aus der Perspektive eines Wassertropfens, der sich seinen Weg durch die Welt bahnt, oder erschlossen wissenschaftliche Sachtexte. Zum Wochenprogramm gehörten der Besuch einer Ausstellung der Regierung der Oberpfalz zu Themen wie Hochwasserschutz und das Aufbauen einer eigenen Ausstellung zum Thema „Wasser als Menschenrecht“. Höhepunkt der Woche war schließlich der Aktionstag „Wasser“. Dafür hatten die AK-Mitglieder ein Quiz für die Unter-, Mittel- und Oberstufe erarbeitet. Die 5. Jahrgangsstufe veranstaltete einen Staffellauf, bei dem ein Becher mit Wasser balanciert werden musste. In der Pausenhalle waren verschiedene physikalische Versuchsanordnungen aufgebaut. Als Abschluss und im Sinne eines lokalen Bezugs erkundeten die Fünftklässler den Wasserweg rund um den Mariahilfberg. Schulleiter OStD Georg Meyer und die AK-Leitung, OStRin Veronika Frenzel, sehen in der erneuten Prämierung die Chance, das Bewusstsein der engagierten Schülerschaft für einen sorgsamen Umgang mit Wasser als der wichtigsten Lebensgrundlage auch weiter schärfen zu können.
Veronika Frenzel
In Zusammenarbeit mit der Stadt Amberg in der Person des Diversitätsbeauftragten Herrn Johannes Pirner und der Sachbearbeiterin Abfallberatung Frau Kerstin Seuß haben die Klassen 7b und 7c eine Ramadamaaktion Ende Februar in dem Landschaftsschutzgebiet Köferinger Heide durchgeführt. Die Aktion musste noch vor dem ersten März durchgeführt werden, weil dann die Brutzeit der Vögel beginnt und diese dann nicht mehr gestört werden sollten. In eineinhalb Stunden haben unsere Schüler mit Plastikhandschuhen ausgestattet und mit großem Eifer u.a. mehrere Autoreifen, ein aufblasbares Wasserbecken, viele Flaschen und Einrichtungsgegenstände aufgesammelt. Als krönenden Abschluss hat uns eine Mama in ihrem in der Nähe liegenden Garten mit Getränken und Keksen bewirtet. Die Stadt Amberg hatte dazu noch eine Brotzeit spendiert, sodass auch das gemütliche Beisammensein nicht zu kurz kam. Allen machte der Ausflug in die Landschaft Spaß und die Schüler konnten sehen, wie stark unsere Umgebung von uns Menschen verschmutzt wird.
Nachdem sich die Schulfamilie des Max-Reger-Gymnasiums letztes Schuljahr zum ersten Mal über die Auszeichnung zur „Umweltschule in Europa“ freuen konnte, war die Begeisterung natürlich groß, dass man es auch in diesem Jahr trotz der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geschafft hatte, die nicht ganz einfachen Kriterien zum Erwerb des Prädikats erneut zu erfüllen. Dieses sehr ehrenhafte Attribut darf nur in Anspruch nehmen, wer schulisch einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt. Damit verbunden ist ein Programm für die Schulentwicklung, das systematisch möglich macht, die gesamte Schule im Sinne der Orientierung für nachhaltige Entwicklung voranzubringen. Fleißige Helfer waren hierbei der Arbeitskreis Umwelt.
Im Einzelnen muss die Schule jeweils auf zwei Feldern überzeugen. Dieses Mal waren es die Bereiche „Maßnahmen zum Klimaschutz“ einerseits und „Regionalität - regionale(r) Ernährung, Konsum“ andererseits. Beim ersten Aufgabenfeld konnte von schulischer Seite eine ganze Reihe von Aktionen aufgefahren werden: Zunächst eine Co2-Challenge, die während der Fastenzeit von einigen Klassen in Zusammenarbeit mit der Klimabeauftragten der Stadt, Corinna Loewert, durchgeführt wurde. Dies war ein Projekt der gesamten Metropolregion Nürnberg-Amberg, wobei es jeden Tag eine andere Aufgabe zu erfüllen gab, um CO2 zu sparen: z.B. das Fahrrad benutzen statt das Auto oder einen Tag aufs Fernsehen zu verzichten (hierzu existiert ein Video der Klasse 6b, das man auf der Homepage des MRGs ansehen kann), weiterhin hat der AK Umwelt in Zusammenarbeit mit dem Diversitätsbeauftragten der Stadt Amberg, Johannes Pirner, im Frühjahr eine Blühwiese gesät und betreut. Und zu guter Letzt stand am Aktionstag „Umwelt“, der von der gesamten Schule mit Beiträgen getragen wurde, der Klimawandel im Fokus des Unterrichts. Die Schüler sollten hierbei den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen lernen, die Bedeutung der Biodiversität kennen lernen und sich für globale Gerechtigkeit einsetzen.
Beim zweiten Thema „Regionalität - regionale(r) Ernährung, Konsum, Lebensstil“ wurden vor allem zwei Maßnahmen ins Feld geführt: Die Schule veranstaltete einen veganen, bzw. vegetarischen Tag, der auch von unserer Internatsküche getragen wurde, die im Übrigen während des gesamten Jahres auf regionale Produkte setzt. Als Zweites wurde in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz und dem Elternbeirat eine Esskastanie im Pausenhof gepflanzt, die tatsächlich im Herbst erste Früchte getragen hat. Den Schülern sollte klar gemacht werden, dass durch die Verwendung regionaler Produkte der CO2-Ausstoß gesenkt werden kann und Ressourcen geschont werden (Erdöl). Auch konnte die Bedeutung von Essfrüchten aufgezeigt werden. Nebenbei werden regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt, das Bewusstsein für die regionalen Produzenten wird aufgezeigt, das Bewusstsein für den Wert von Nahrung geschärft.
Motiviert durch den Erfolg hat sich die Betreuerin des Projektes, OStRin Veronika Frenzel, bereits mit dem AK Umwelt und seinem Leitungsteam Sina Szeri, Paula Keppler, Dina Stauber, Silas Hummel und Maximilian Snajder Gedanken gemacht, wie man auch im nächsten Jahr an den Erfolg anknüpfen und die Schule noch weiter im Sinne der Nachhaltigkeit umgestalten kann.
OStRin Veronika Frenzel
Das Max-Reger-Gymnasium hat sich in der Fastenzeit an der CO2-Challenge der Klimaschutzmanager*innen der Metropolregion Nürnberg-Amberg beteiligt. Über diese Challenge hatten wir ja bereits hier berichtet.
Besonders erfreulich ist das Gemeinschafts-Projekt der Klasse 6b, ein Video davon (Vielen Dank an den Vater unserer Schülerin Christina Luber an dieser Stelle für den Schnitt!) findet sich an prominenter Stelle auf der Seite der Challenge. Um direkt zum Video gelangen, auf das Bild klicken:
Wir gratulieren unserer 6b!!!
Beim zweiten Anlauf hat es geklappt. Das Max-Reger-Gymnasium darf sich jetzt „Umweltschule in Europa, bzw. Internationale Nachhaltigkeitsschule“ nennen. Diese Auszeichnung bekommt, wer einen ganzheitlichen Ansatz im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung verfolgt. Damit verbunden ist ein Programm für die Schulentwicklung, das systematisch möglich macht, die gesamte Schule im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung voranzubringen.
Während sich die Betreuerin dieses Projekts OStRin Veronika Frenzel beim ersten Mal mit einer schulischen Umweltwoche, bei der es verschiedenste Aktionen zum Klimaschutz und zu Energiesparmaßnahmen gegeben hat, beworben hat, waren dieses Mal vor allem die Bereiche Biodiversität und die Vermeidung von Plastikmüll die im Mittelpunkt stehenden Themen. Zwei konkrete Projekte wurden dabei in die Waagschale geworfen: Zum einen konnte man mit den schuleigenen Bienen punkten, die von OStR Hösl und einer engagierten Schülergruppe betreut werden, und zum anderen durch eine ehrgeizige Aktion des AKs Grün, nämlich der Einführung einer Umweltflasche für die Schulfamilie, für die sich die beiden Chefinnen des AKs Sina Szeri und Dina Stauber verantwortlich zeichneten. Die mit dem Schullogo versehene Flasche hat eindeutige Vorteile in der Ökobilanz: Sie wird aus Zuckerrohr hergestellt statt aus Erdöl, ist immer wieder verwendbar und 100 % recycelbar. Zudem geht bei jeder verkauften Flasche eine Spende an die Organisation „Trees for the Future“, die damit einen Baum pflanzt. Frau Augustin von „Naturkost Augustin“ war von dem Projekt so begeistert, dass sie sich bereit erklärt hat, diese Flasche auch in ihrem Geschäft zu verkaufen.
Da die Schule sich jedes Jahr neu um die Ehrung bewerben muss, ist der AK Grün schon fleißig dabei, auch in diesem Jahr etwas Vorzeigbares in Sachen Klimaschutz und Biodiversität auf die Beine zu stellen, um das Prädikat nicht zu verlieren. Als Ideen verfolgt man dabei, die Flächen im Schulbereich ökologisch aufzuwerten und weitere Aktionen zur Vermeidung von Plastikmüll zu starten, soweit es natürlich die Pandemie erlaubt.








