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England2018

Obwohl jeder gewusst hat, dass es mitten in der Nacht losgeht, kam wohl kaum jemand auf die Idee, vorher ein bisschen zu schlafen und so fielen auch einige Draufgänger, die vorher noch angekündigt hatten, die ganze Nacht laut Musik zu hören, bald auch in einen Dornröschenschlaf. Doch die Müdigkeit hielt nicht lange und so zückten die ersten Mario-Kart-Spieler schon wenige Stunden später ihren Nintendo und bei Kollegah und Bushido war es dann endgültig aus mit der Ruhe. So – bis hierhin hat man eigentlich nur an der Überschrift gemerkt, worum es eigentlich geht: Wir befinden uns gerade auf einer achtzehnstündigen Reise durch die BeNeLux – Staaten auf dem Weg nach England. Mit dem klischeehaften Durchschnittsbild eines Engländers – höflicher, zuvorkommender Teetrinker – im Kopf, prallten wir auf die neue Kultur, die doch wesentlich anders ist, als die unsere. Wie könnte man sich als junger Mensch besser ein unvoreingenommenes Bild von fremden Personen bilden, wenn man nicht hautnah dabei ist, mit ihnen lebt, spricht oder isst? In den Gastfamilien war dies uneingeschränkt möglich. Zwar kann man in einer Woche kaum viel über das typisch englische Leben in Erfahrung bringen, aber einen kurzen Einblick in den Familienalltag war, besonders für die, die England noch nie besucht haben, möglich: Insgesamt musste man sich auf kleinere und weniger luxuriöse Wohnverhältnisse gefasst machen. Da Engländer sehr tierlieb eingestellt sind, konnte man sich auf eine tierische Begrüßung einstellen. Das Essen war weniger schlimm, als es die weit verbreitete Meinung und die Lehrer im Vorfeld behauptet haben. 

Was das Wetter betraf, schien das Klischee aber zunächst recht zu behalten. In London empfingen uns bewölkter Himmel und eisiger Wind. Die ersten Souvenirs bestanden daher aus Mützen und Schals mit aufgedrucktem Union Jack. Alle zusammen machten wir uns ans Sightseeing und Bildermachen, von denen die meisten gleich auf Snapchat oder Instagram landeten. Weil uns gut informierte Kompetenzpersonen (Lehrer) die Stadt zeigten, hatten wir schon am ersten Tag viel von der Hauptstadt gesehen: vom London Eye bis zum Wohnsitz der Queen führte uns unser Weg durch halb London. Mit letzten Kräften kamen wir schließlich bei Harrods, einem der exklusivsten Einkaufstempel der Welt, an. Zum Shoppen braucht man hier allerdings eine wohlgenährte Brieftasche. 

Weil der nächste Tag tatsächlich „Schule“ im Programm vorgesehen hatte, hielt sich die Vorfreude in Grenzen. Doch die Schulstunden waren spielerisch und unterhaltsam gestaltet und drei erfahrene Muttersprachler informierten uns über England, Grammatik und Co. Auch das englische Schulsystem sagte uns sehr zu. Schließlich beginnt hier der Unterricht erst um 9.00 Uhr und brachte uns eine Stunde länger Schlaf. Nach der Schule wurden wir wieder eingesammelt und mit unserem Bus ging es hoch hinauf (soweit man das in England überhaupt sagen kann) auf den Kreidefelsen mit Blick auf den Leuchtturm. Dann hatten wir den Nachmittag zur freien Verfügung und konnten uns die Zeit in Eastbourne vertreiben. Uns wurde ans Herz gelegt, an einer Rallye durch die Stadt teilzunehmen, falls uns langweilig werden sollte. Uns wurde aber nicht langweilig und nur wenige nahmen das ganze wirklich ernst. 

Nachdem am nächsten Vormittag der zweite Unterrichtsteil geschafft war, ging es ins Bowling Centre. Hier konnte man, beim Laserquest Menschen abschießen, denen man schon immer eins auswischen wollte, ohne dafür bestraft zu werden. Der Rest der Zeit (und des Geldes) wurde dann beim Billiard, Bowling oder am Spielautomaten verzockt. 

Den nächsten Tag verbrachten wir in Brighton. Nun ist so eine Stadt an und für sich gar nicht so interessant, wenn man sie immer nur von unten betrachtet. Für uns ging es deshalb mit dem i360, einer aufzugartigen Aussichtsplattform von British Airways, 173 Meter nach oben. Selbst die, denen die Höhenangst sonst immer solche Momente kaputt machte, zog es bald an die verglasten Fensterscheiben, um ein Foto vom Pier, dem Meer oder der Stadt zu machen. Zeit für ein paar schöne Gruppenfotos war auch noch. Danach hatten wir die Möglichkeit, Brighton in kleinen Grüppchen zu erkunden. Der Royal Pavillion, das Sealife – Centre oder einfach nur die verwinkelten Gässchen (the Lanes) boten interessante Ziele.

Für die individuelle Note des Londontrips war der Donnerstag reserviert. Heute konnte alles gemacht werden, wofür am ersten Tag keine Zeit mehr geblieben ist. Mit dem Schnellboot ging es zum Westminster Pier. Im Rekordtempo flogen die futuristischen Wolkenkratzer nur so an uns vorbei und es gab viele schöne Fotos von der Skyline. In kleinen ungebundenen Gruppen ging es zum Shoppen und für Kulturinteressierte in die National Gallery, ins Westminster Abbey oder zum legendären Gleis 9 ¾. Mit diesen Eindrücken im Gepäck ging es zurück zum Bus und auf die Heimatfahrt ins nasskalte Deutschland. 

Um Londons geheimnisvolles Flair in all seinen Facetten zu erkunden, muss man wohl wirklich hier leben. All diese Sehenswürdigkeiten kann man nur anschneiden und sich höchstens vorstellen, wie es wäre, das täglich vor der Haustür zu haben. Die Tage bei den Gasteltern haben unsere Einstellung neu geprägt und uns etwas britisch fühlen lassen.    

Lukas Plößl, Julia Pawliak, 9B

BildIns Reich der Märchen und Fabeln entführte Jim Wingate auch heuer wieder die Schülerinnen und Schüler des Max-Reger-Gymnasiums. Neben Sagen aus Jims schottischer Heimat und seiner walisischen Wahlheimat wurden den Mädchen und Jungen der Unterstufe auch Geschichten aus Russland und der arabischen Welt auf Englisch nähergebracht. Tatkräftig unterstützt wurde Jim Wingate dabei von den Schülerinnen und Schülern, die bereitwillig in die Rollen der Charaktere seiner Erzählungen schlüpften. Mit großer Begeisterung sah das Publikum die Klassenkameraden als unglückliches Einhorn, schlaue Bauerstochter, blinde Mutter oder kräftiges Pferd und niedliches Kalb über die Bühne hopsen. So lustig und unterhaltsam die einzelnen Szenarien von Jim aufgebaut und gestaltet wurden, so tiefsinnig waren die Aussagen seiner Erzählungen: die jahrhundertealte Frage, was einen gerechten und weisen Herrscher ausmache, wurde ebenso angesprochen wie aktuelle Problematiken – unter anderem die zunehmende Verstädterung oder die Einschränkung der Meinungsfreiheit.

BildFür die 8. Jahrgangsstufe bot Jim Wingate, Autor der Unterrichtshandreichung Getting Beginners to Talk (1993), heuer zum ersten Mal ein Kommunikationstraining an. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern wurden Redemittel erarbeitet und eingeübt, die beispielsweise dabei helfen, über sich zu sprechen oder eine Diskussion zu führen. Von Beruf selbst Lehrer weiß Jim Wingate natürlich um die Belange der Englischlernenden und zeigte daher den Schülerinnen und Schülern auch eine Reihe von Strategien, mit denen Gespräche aufrechterhalten werden können. Die ersten Früchte des Kommunikationstrainings waren bereits bei der Verabschiedung von Jim Wingate erkennbar: Die zu Stundenbeginn zögerliche Antwort auf Jims Begrüßung „Hello, my name is Jim, what’s your name?“ war zu einem selbstbewussten „Bye Jim, it was a pleasure to work with you“ geworden.

Am 19. Juli veranstaltete die 5 a gemeinsam mit ihrer Englischlehrerin Frau Lindner eine English night.

Nach einem gemeinsamen Abendessen im Internat um 18.00 richteten die Mädchen und Jungen ihre Schlafsäle her. Anschließend spielten sie unter Anleitung der Tutoren englische Spontantheaterstücke, die eingeübt und 

prämiert wurden.

In der Schülerbibliothek gab es danach eine ruhige Stunde zum Schmökern in englischen und deutschen Büchern. Die Tutorinnen leiteten dies vorbildlich an.

Abschließend durften die Kinder ihre Englischkenntnisse am "Lion King", einem Disneyfilm, der auf Englisch (und zum "Spicken" mit deutschen Untertiteln) gezeigt wurde.

Müde und glücklich schliefen die meisten um 12.00 ein.Für die leckere Verpflegung auch zum Frühstück bedanken wir uns recht 

herzlich beim Internat.

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Auch heuer war Eastbourne, das Seebad im Süden Englands, wieder das Ziel einer einwöchigen Sprachreise, an der die gesamte 9. Jahrgangsstufe des Max-Reger-Gymnasiums teilnahm.

Begleitet von den Lehrkräften StR Markus Gruber, OStRin Daniela Helm-Wied, OStRin Sandra Lindner und StRin Bianca Rauchenberger erreichten die Schülerinnen und Schüler nach einer langen Busfahrt Sonntagmorgen ihr Ziel. Sie wurden in Eastbourne von ihren Gastfamilien, bei denen sie je nach Wunsch zu zweit, dritt oder viert die folgenden Tage und Nächte verbringen würden, persönlich in Empfang genommen. Das soziale Miteinander und die durchaus interessanten englischen Essgewohnheiten stellten für manchen eine gewisse Herausforderung dar, die aber von allen gut gemeistert wurde.

 

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“Die Welt ist böse, also tragt eure wichtigen Sachen immer nah am Körper!” - mit diesem Tipp von Kathis Vater starteten wir 15 GAPPler inklusive Herrn Meyer am 25. 10. 2012 in freudiger Erwartung unsere Reise um fünf Uhr in der Früh am Nürnberger Flughafen nach Trophy Club, Texas. 

Nach 10 Stunden Flug und ein paar Zeitzonen später erreichten wir den Flughafen Dallas/Fort Worth übermüdet und zugleich aufgedreht. Gleich darauf stellten wir uns unserer ersten Herausforderung: Englisch reden und verstehen, also so richtig echt und live, ohne teacher, der einem seine mistakes verbessert! Nachdem wir also alle einzeln von unseren Gastfamilien abgeholt worden waren, richteten wir uns in unserem neuen Zuhause (mitsamt begehbarem Kleiderschrank!) ein und jeder unternahm unterschiedlichste Dinge, damit wir aufgrund des Jetlags nicht einschliefen. 

Am nächsten Tag ging es dann ab in die Schule, die „Byron Nelson Highschool“, kurz BNHS. Das Erste, was einem dazu einfiel, war, dass „riesige Schule“ noch untertrieben war. Wer denkt, dass unsere Schule schon groß und verwirrend ist, der möge die BNHS besuchen und dies nach seinem Besuch nochmal sagen! 

Die Byron Nelson Highschool ist erst vier Jahre alt und ist auch dementsprechend modern ausgestattet. Angefangen damit, dass jeder Schüler einen Laptop besitzt und es an der ganzen Schule freies WLAN gibt, über eine Klimaanlage, die fast winterliche Temperaturen schafft (auch bei einer Außentemperatur von 25° C), bis hin zu einer Cafeteria mit Geschäften wie Subway, Pizza Hut und etwas Ähnlichem wie Starbucks, gibt es alles, was das Herz begehrt. 

Außer normalen Fächern wie Chemie oder Mathe kann man solche wie „Flowers“, „Metal & Woods“ oder etwas Medizinähnliches belegen. Auch auf Sport wird großen Wert gelegt und so raufen die students (nicht pupils!) beim Wrestling, rennen beim „Crosscountry“ und werfen das Ei beim Football, um nur ein paar Beispiele für die Vielfalt des Sports zu nennen. Das Motto „Everything’s bigger in Texas“ trifft also voll und ganz auf die Schule zu (genau wie auf die Autos und Supermärkte). 

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