Wissenschaftswoche 2026: "Zukunft"
Im Blick auf ihre eigene gymnasiale Zukunft – genauer gesagt: in der Vorbereitung auf ihren Einstieg in die Profil- und Leistungsstufe der Oberstufe – gestalteten die Elftklässlerinnen und Elftklässler auch in diesem Schuljahr 2025/2026 die fünftägige „Wissenschaftswoche“. Als diesjähriges Rahmenthema am MRG war „Zukunft“ vorgegeben.
Ausgehend von zentralen Aussagen des Werkes „Utopia“ von Thomas Morus wurden im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung mit OStR Tobias Kober verschiedene gegenwärtige und künftige Herausforderungen in Wissenschaft und Gesellschaft behandelt. Dabei gelang der Einblick in die Arbeitsweise der Futurologie. In Ergänzung zu ersten Schritten in die wissenschaftliche Recherchearbeit, die die Schülerinnen und Schüler bei einem Besuch in der Provinzialbibliothek im Vorfeld bereits unternommen hatten, erfolgte nun auch eine Gesamtschau wissenschaftlicher Standards im Kontext von Auswertung und Nachweis entsprechender Quellen.

Für die konkrete Arbeit hatten sich die Gruppen aus i. d. R. je drei Schülerinnen und Schülern ihr jeweiliges Leitfach gewählt und setzten sich mit der entsprechenden Fragestellung auseinander: Mal wurde die Bedeutung der Mathematik für die Gesundheitsversorgung oder die Mobilität der Zukunft beleuchtet, mal wurde im Leitfach Musik die Frage, ob Streaming-Dienste bzw. KI eher ein Segen oder doch ein Problem für Musikschaffende und die Musikvielfalt sei, aufgeworfen. Diverse Veränderungen standen im Fokus: Während es im Leitfach Wirtschaft und Recht um entsprechende Faktoren für den Arbeitsmarkt ging, erarbeiteten Geografie-Gruppen die aktuellen Erkenntnisse zur Anpassungsfähigkeit des Alpenraums an häufiger auftretende Extremwetterlagen und zu Grundkonzepten des Städtebaus im Zeichen der Klimaneutralität. Netzausbau, Speichertechniken, supraleitende Technik und die Potenziale neuer Photovoltaikmaterialien wurden im Rahmen des Leitfaches Physik untersucht. In die Auseinandersetzung mit der literarischen Verarbeitung des Themas „Zukunft“ stiegen die Arbeitsgruppen im Fach Deutsch ein und entwickelten ihre Position zur Zukunftsfrage der Hauptfigur in Christian Krachts „Faserland“ im Kontext einer „zerfaserten“ Gesellschaft. Vor dem Hintergrund der Definition eines „dystopischen Romans“ wurden Handlungsschritte und bleibende Botschaften von George Orwells Klassiker „1984“ erarbeitet. Utopien und Dystopien standen auch im Leitfach Geschichte im Fokus. Eine Schülergruppe nahm die Prophetie des Neuen Testaments in den Blick und präsentierte zentrale Elemente der Reich-Gottes-Botschaft Jesu.
In unterschiedlichen Präsentationsformaten wurden schließlich alle Ergebnisse aufgezeigt – mal in digitaler Form oder in einer kurzen Inszenierung selbstverfasster Interviews, mal als kurze Podcast-Beiträge oder im Format kleiner Ausstellungen.

Im Verlauf der Wissenschaftswoche wurden die Schülerinnen und Schüler in ihrem Arbeitsprozess von ihrer jeweiligen Leitfachlehrkraft begleitet: Arbeitsprotokolle wiesen das Erarbeitete schrittweise nach und wurden auch im Rahmen von Beratungsgesprächen ausgewertet. Diese dienten insbesondere der fachlichen Unterstützung und der Förderung der Selbstreflexion der Schülerinnen und Schüler im Kontext ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Auch in dieser Hinsicht war die Wissenschaftswoche 2026 ganz von Zukunftsweisendem geprägt.

OStR Tobias Kober







