P-Seminar Sport: Mit dem Mountainbike zum Großen Arber
Im Rahmen des P-Seminars Sport ging es dieses Jahr mit dem Mountainbike von Amberg hoch hinaus in die Regionen des Bayerischen Walds bis hin zum Großen Arber. Unter der Leitung von Herrn Auer begannen wir, 12 Schülerinnen und Schüler aus der 11. Jahrgangsstufe, im September mit der Planung der Tour. Nachdem wir uns auf das Ziel und die Dauer von 5 Tagen mit einer Gesamtstrecke von 210 Kilometern geeinigt hatten, nahmen die weiteren Vorbereitungen ihren Lauf. Über den Winter suchten und fanden wir Sponsoren, planten die verschiedenen Etappen und machten uns Gedanken über Verpflegungsmöglichkeiten und Unterkünfte zur Übernachtung zwischen den Tagestouren. Neben Referaten passend zum Themenbereich wie z.B. über die Routenplanung oder auch zur Ernährung im Sport begannen wir im Frühjahr mit dem Training. Gemeinsam fuhren wir mit Herrn Auer immer wieder Touren mit kleineren Trails und Höhenmetern, um uns auf unsere Tour zum Arber vorzubereiten und auch das Fahren in der Gruppe zu üben. Für die große, einwöchige Tour sollten wir uns dann in Gruppen die Etappen überlegen und mit Apps wie z.B. Komoot planen, wobei uns Herr Auer mit Rat und Tat zur Seite stand und seine Mountainbike-Erfahrungen weitergeben konnte.
Am 11.05. war es dann schließlich so weit und wir machten uns endlich auf den Weg zum Arber.
Unsere Tour begleiteten neben Herrn Auer noch Herr Herrneder als Unterstützung auf dem Rad und Frau Rauchenberger als Begleitfahrzeugfahrerin mit Gepäck und Verpflegung.
Nun folgen kurze Berichte zu den jeweiligen Etappen, die Einblicke in unsere schöne Tour geben sollen.
Etappe 1: Amberg-Oberviechtach, Montag, den 11.05.2026
Strecke: 61,13 km; Höhenmeter: 879m
Treffpunkt für den Start unserer Tour zum Großen Arber war für 8:15 Uhr vor der Schule geplant.
Nachdem wir alle Taschen, Kühlboxen und den Mittagsproviant in Frau Rauchenbergers Auto verstaut und ein Gruppenbild gemacht hatten, radelten wir um 8:35 los, erstmal Richtung Gärmersdorf, dann über Wiesen, Feldwege und Singletrails im Wald am Haidweiher und an der Asphaltkapelle in Etsdorf vorbei. Das Wetter hielt sich entgegen allen Erwartungen stabil sonnig bis bewölkt. Nach weiteren Trails im Wald mussten wir einen besonderen Bahnübergang passieren (siehe Foto) und machten anschließend an der Bahnstation in Wölsenberg eine kurze Trink- und Toilettenpause.
Danach stand der bergige Teil der Etappe an. 400 Höhenmeter aufwärts in 25 Kilometern auf drei Berge verteilt.
Einen Grund zum Durchatmen gab es aber: die Mittagspause nach dem ersten Berg.
Weil wir uns mit unseren selbstgeschmierten Semmeln, Brezen und ein paar Süßigkeiten gut gestärkt hatten, überwanden wir die zwei ausstehenden Berge mit Erfolg und hatten nur noch 7 km Radweg bis zum Ziel vor uns. Ab den letzten 4 km wurden wir noch ein bisschen nass, waren aber froh, dass der Regen nicht schon vorher kam.
Um 15:30 waren wir sehr glücklich und stolz an unserer Unterkunft für die erste Nacht, der Bäckerei Café, Pension Weigl. Den Abend ließen wir dann alle zusammen beim Pizzaessen ausklingen.
Etappe 2: Oberviechtach - Waldmünchen, Dienstag, den 12.05.2026
Strecke: 47,24 km; Höhenmeter: 948m
Gegen halb zehn starteten wir unsere zweite Etappe bei kühlem und regnerischem Wetter. Der härteste Teil lag direkt vor uns: Über drei Berge, enge Trails und sumpfige Waldwege kämpften wir uns mit Wind und Regen im Nacken größtenteils auf dem „Goldsteig“ voran. Unsere Mittagspause verbrachten wir an einem Sportgelände, doch auch dort blieb uns der Regen nicht erspart.
Frisch gestärkt gingen wir anschließend die letzte, größtenteils flache Etappe an. Nach fast 48 Kilometern und 950 Höhenmetern erreichten wir schließlich nass und erschöpft Waldmünchen.
Etappe 3: Waldmünchen – Bad Kötzting, Mittwoch, den 13.05.2026
Strecke: 48,88 km; Höhenmeter: 990m
Am Mittwoch haben wir uns von Waldmünchen aus auf den Weg nach Bad Kötzting gemacht. Am Anfang unserer ca. 48 km langen dritten Etappe sind wir erst einmal mit „Hauruck auf den Sauruck“ (Name eines Berges) raufgestrampelt, durchquerten daraufhin Wälder und Wiesen, wobei uns sogar Bauer Bolle den Weg zeigen musste. Mittags wurden wir vom Bürgermeister in Arnschwang empfangen, wo wir auch unser Mittagessen in der Sonne genießen durften. Danach erwartete uns der zweite große Berg, worauf ein steiniger Trail mit anschließendem Off-Grid-Abschnitt folgte. Nach den letzten flachen Kilometern haben wir mit fast 1000hm in den Beinen endlich unseren Zielort Bad Kötzting erreicht.
Etappe 4: Bad Kötzting - Bodenmais, Donnerstag, den 14.05.2026
Strecke: 34,39 km; Höhenmeter: 1098m
Unsere Tour, die in Bad Kötzting startete, hatte, anders als die bisherigen Abschnitte, einen großen Anteil von Asphalt. Besonders, wenn es um die Höhenmeter ging, genossen wir das Privileg, auf Teer zu fahren, was den steilen Anstieg etwas erleichterte.
Nachdem es vorerst viel durch Ortschaften ging, begannen wir, im Herzen des Bayrischen Waldes zu biken und rasteten dann nach einem langen Anstieg auf der Berghütte Schareben auf rund 1000m ü. NN.. Anschließend ging es steil, teils auf Straße, teils in Trails der Schwierigkeit S0/S1 bergab, bis wir noch knappe 4 Kilometer leicht bergauf fuhren und letztendlich rund 300 Höhenmeter abwärts nach Bodenmais einrollen durften.
Außer dem Wetter, das sehr neblig, teils sogar leicht regnerisch und kalt war, ließ sich an der Tour nicht viel beklagen.
Zwar wurden an Tag 4 die meisten Höhenmeter umgesetzt, aber für die Aussicht von Eck (843m ü. NN.) und einer schönen Aussichtsplattform hat sich die Anstrengung definitiv gelohnt.
Etappe 5: Bodenmais – Großer Arber - Bretterschachten, Freitag, den 15.05.2026
Strecke: 18,35 km; Höhenmeter: 978m
Die letzte Etappe unserer Mountainbike-Tour führte uns von Bodenmais hinauf zum Großen Arber. Trotz des eher durchwachsenen Wetters und der kalten Temperaturen war die Stimmung in der Gruppe sehr gut.
Der Weg bestand hauptsächlich aus Teerstraßen, teilweise aber auch aus Schotterwegen. Bis auf wenige kurze Bergab-Passagen ging es fast nur bergauf, wo uns starke Steigungen von bis zu 16 % viel Kraft abverlangten.
Insgesamt legten wir bis zum Gipfel 8,8 Kilometer und etwa 830 Höhenmeter zurück. Mit der anschließenden Abfahrt betrug die gesamte Etappe ungefähr 16,8 Kilometer. Trotz der anstrengenden Strecke schafften wir es alle erfolgreich bis zum Ziel und waren dabei sogar recht schnell unterwegs. Auf dem Mountainbike konnten wir die schöne Landschaft und die besondere Atmosphäre am Arber genießen. Die letzte Etappe bildete damit einen gelungenen und schönen Abschluss unseres P-Seminar. Nach einer letzten Brotzeit am Caddy von Frau Rauchenberger ging es für alle in Fahrgemeinschaften nach Hause.
Nach diesem Bericht lässt sich nur noch einmal betonen, welch tolle und sportlich neue Erfahrung diese Woche für uns alle war und wie dankbar wir sind, dass uns dieses Erlebnis möglich gemacht wurde.
Es war immer ein gutes Gefühl zu wissen, dass Herr Auer und Herr Herrneder die Navigation im Blick hatten und alle motivierten, die gerade mit dem ein oder anderen Anstieg oder technischen Problem zu kämpfen hatten. Einen großen Beitrag zum Gelingen der Tour leistete auch Frau Rauchenberger mit ihrer täglich organisierten Brotzeit, bei der selbst unsere Extrawünsche nie zu kurz kamen und womit sie uns bei den Mittagspausen immer herzlich empfing. Auch die lustigen gemeinsamen „Wer bin ich?“ und Tabu-Spielerunden an den Abenden werden uns in Erinnerung bleiben.
Bedanken möchten wir uns an dieser Stelle auch bei allen Sponsoren, die uns (finanziell) unterstützt haben und allen Weiteren, die zur Entstehung dieser Tour beigetragen haben.
Es war ein Erlebnis!
Alexander Auer







