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Dr. Weiss2019Anfang Februar war Dr. Christof Weiß zu Gast am MRG und hielt im Rahmen der Berufsorientierung für den Physikkurs und die Musikaddita der Q11 einen interessanten Vortrag über seinen beruflichen Werdegang und die Ergebnisse seiner Doktorarbeit.

Dr. Christof Weiß absolvierte sein Abitur am MRG und studierte anschließend Physik an der Universität Würzburg, sowie Komposition an der Hochschule für Musik in Würzburg. Im Anschluss forschte er am Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT in Ilmenau. Dort verfasste er auch seine Dissertation mit dem Titel „Computational Methods for Tonality-Based Style Analysis of Classical Music Audio Recordings“. Über diese Doktorarbeit schrieb er einen Artikel mit dem Titel „Das ist Haydn. Ganz sicher!“ und erklärte hierdurch auf allgemein verständliche Weise die Ergebnisse seiner Dissertation. In dieser befasst er sich mit Algorithmen, die Musikstile erkennen sollen. Für diesen Beitrag erhielt er den KlarText-Preis der Klaus Tschira Stiftung in der Kategorie Informatik. Gegenwärtig ist er Mitarbeiter der International Audio Laboratories Erlangen. 

In seinem Vortrag schilderte Dr. Weiß den Schülern und Schülerinnen der Q11 auf sehr anschauliche Weise, wie es gelingen kann, den Komponisten eines Musikstückes oder die Epoche, in der ein Werk entstanden ist, mit digitaler Technik zu erkennen. Das maschinelle Lernen spielt hierbei eine besondere Rolle. Der Computer muss nämlich zunächst lernen, bestimmte Eigenschaften mit dem jeweiligen Musikstil zu verknüpfen. Hierbei war das Einspeisen von über 1000 Trainingsbeispielen nötig. Ein eigens programmierter Algorithmus misst daraus die dominanten Tonhöhen einer Aufnahme und leitet hieraus charakteristische Merkmale ab. In seinem Vortrag machte Dr. Weiß deutlich, dass die Grundlage seiner Arbeit mehrere Studienfächer umfasst: Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Musik. In der Praxis spielen dabei vor allem die Methoden der Informatik eine große Rolle. 

Nach dem Vortrag hatten die Schüler und Schülerinnen Gelegenheit, Dr. Weiß Fragen zu seiner Arbeit und zum Studium  zu stellen. Hierbei war für die Schüler vor allem relevant, inwieweit diese Forschungsergebnisse in der Praxis Anwendung finden. Dr. Weiß machte deutlich, dass vor allem das maschinelle Lernen ganz wesentlich auch für den industriellen Bereich ist. So werden zum Beispiel den Verbrauchern Musikstücke im Internet angeboten, die zu deren Musikgeschmack passen könnten. Damit dies funktioniert, ist ein entsprechender Algorithmus erforderlich. Auch das Prinzip der Gesichtserkennung beruht auf einem Algorithmus, der immense Datenmengen im Internet auswertet. 

Dem Referenten gelang es in seinem beeindruckenden Vortrag, die doch teilweise recht komplexen Inhalte allgemeinverständlich darzustellen. Insbesondere gab er den Zuhörern sowohl einen guten Einblick in die wissenschaftlichen Arbeitsweise als auch in den anwendungsbezogenen Bereich der Forschung.

 

 

Wiesgickl Monika

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