Frühjahrskonzerte 2026
Musikalischer Start in den Frühsommer
An zwei Abenden und mit je einer eigenständigen, abwechslungsreichen Programmfolge präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Max-Reger-Gymnasiums die Schönheiten des beginnenden Sommers in der Sprache der Musik. Schulfamilie, Freunde und Gäste des MRG genossen dabei den inspirierenden Rhythmus sommerlicher Lebensfreude.
Bereits am ersten Abend wurde den Konzertbesuchern musikalisch dargeboten, was man für einen lauen Sommerabend braucht. Mit Pauken und Trompeten aus der Ouvertüre von Händels „Feuerwerksmusik“ und der schwungvollen Interpretation von Katy Perrys „Firework“ entzünden die „Schulstreicher & Friends“ (Leitung: Ulrike Straub) die Emotionen des Publikums im vollbesetzten Multifunktionssaal der Schule. Noch kurz blicken Trompetenklänge auf die Jahreszeit des Aussäens („Im Märzen der Bauer“) zurück und es entfalten sich Eindrücke wechselhafter Witterung mit Tschaikowskis gleichermaßen leisem bis aufbrausendem „April“ aus seinem „Jahreszeiten“-Zyklus. Doch schnell werden bereits erste Reisepläne für den Sommerurlaub gemacht: Da lädt die virtuos gespielte Violine des Mittelstufenschülers zum Tanzen auf ungarische Weise ein; das harmonisch aufeinander abgestimmte Querflötenensemble (Leitung: Diana Duarte) lässt mal eine chinesische, mal eine russische Tänzerin auf das imaginäre Parkett treten; und auch der Weg nach Übersee wird in spielerischer Leichtigkeit und mit schnellen Läufen flugs per Querflöten unternommen. Angekommen in Mexiko darf die landestypische Kopfbedeckung zur Freude des Publikums nicht fehlen. Die Schulartübergreifende Deutschklasse bringt mit ihrem Gesang das Motto musikalischer Sommerfreuden auf den Punkt: Musik ist international. Denn als Sprache ist sie in jedem Land zu verstehen und erreicht – durch die Jahrhunderte – die Herzen weltweit und vor Ort an diesem Abend in Amberg: Ist es einmal das träumerisch-melancholische Tastenspiel der „Mazurka“ von Alexander Skrjabin, ist es ein anderes Mal die jazzig-swingende Leichtigkeit Friedrich Guldas „Play Piano Play No1“. Musizieren in Gemeinschaft macht Spaß – ob bei Mozarts „Allegro“ aus der „Sonate zu vier Händen“ oder im Bekenntnis zu Zusammenhalt und Freundschaft bei Bruno Mars‘ „Count on me“: Gemeinsames Musizieren – wie im Unterstufenchor (Leitung: Regina Schmidt) – bereitet den Mädchen und Jungen zu jeder Jahreszeit sichtlich Freude.






Auch der zweite Konzertabend im Stadttheater stellte dies mit dem Auftritt insbesondere der großen Ensembles eindrucksvoll unter Beweis. Gleich zu Beginn prägt das klar akzentuierende Orchester (Leitung: Ulrike Straub) mit Bizets „Carmen-Suite“ und dem Pulsschlag spanischer Lebensfreude die Atmosphäre und lässt bei epischen Klängen („How to train your Dragon“ von John Powell) ein Abenteuergefühl erahnen. Solche unbekannten Traumwelten – mal in zart-perlender Linienführung, mal melancholisch-verspielt – zaubern auch Solo-Pianistinnen der Oberstufe. Während das Vogelhornquartett (Leitung: Robert Vogel) zum Jagen und Wandern in heimatlichen Gründen bläst, geht’s mit „Tutti Flauti“ on tour: Stücke aus Peru, dem Land der Flötenvielfalt, und Brasilien samt Samba-Rhythmus bringen das Publikum in Bewegung und auf sommerliche Temperatur. Zwischendurch kommt man mit „Miss Marple“ und dem mörderisch guten „Salonorchester“ (Leitung: Ulrike Straub) den entsprechenden Film-Klängen auf die Spur. In der swingenden Leichtigkeit von Paul McCartneys Hymne „When I’m sixty-four“ – interpretiert vom Klarinettenquartett (Leitung: Gabriele Böhm) – tauchen die Zuhörer unmittelbar in das filmisch-musikalische Farbenspiel von „Ladies in lavender“ ein. Variationsreich und mit souveräner Grifffertigkeit spielt Sax Reger (Leitung: Thomas Prechtl) auf: „Blues“, „Cool“ und „Waltz“ – eine perfekte Jazz-Mischung aus Tönen, Temperament und Tiefgang. Berührend wird es bei einem Gesangsduett mit „Creep“ von Albert Hammond, bevor die Big Band (Leitung: Thomas Prechtl) mit sattem Brass-Klang und lässigem Saxophon-Solo dem Sommergefühl freien Lauf lässt: „Don’t Stop Me Now“ von Freddie Mercury erfasst das altehrwürdige Stadttheater. Einmal hineingeträumt (Hodgson: „Dreamer“), sieht der Große Chor (Leitung: Michaela Treese) eine unbegrenzte Zukunft für das sommerliche Zusammenspiel: Mal starten die Männer-, mal die Frauenstimmen und treffen sich vereint im fulminanten Finale des Konzertabends. Das Publikum will schließlich bei „You’re the one That I Want“ nur das Eine: eine alle mitreißende Zugabe – und bekommt diese natürlich auch wie die Aussicht auf einen bevorstehenden verheißungsvollen Sommer.







OStR Tobias Kober
Bilder: MRG/Mack, Kober







