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sofaNach vorangegangener Planung im Jahr 2016 konnten im Oktober letzten Jahres die Teilnehmer des P-Seminares "Kunst ist grün" der Q12 ihr Projekt "Grünes Sofa" fertigstellen. Die mit Rollrasen überzogene Sitzgelegenheit wurde von den Schülern auf der Liegewiese des Amberger Hockermühlbades gestaltet und kann ab der kommenden Freibadsaison besichtigt und ausprobiert werden. Bei der Planung und Organisation des Projektes lernten die Schüler, Aufgaben untereinander aufzuteilen und das kreative Potential in ein umsetzbares Kunstwerk zu entladen. Zu Beginn galt es, einen Plan für ein Kunstwerk zu entwickeln, welches die breite Aufgabenstellung "Kunst ist grün" repräsentieren sollte. Nachdem die Schüler ihr Konzept einer Sitzgelegenheit aus Rollrasen – unter anderem inspiriert durch die Werke des Amberger Künstlers Thomas May – herausgearbeitet hatten, ging es an die praktische Umsetzung im Freibadgelände. Unterstützt wurde die Gruppe aus 12 Schülern des Max-Reger-Gymnasiums besonders durch den Seminarleiter StR Matthias Dietz, sowie durch den Landschaftsgärtner Johann Schmaußer, welcher der Projektgruppe mit seinem fachlichen Wissen und seiner Erfahrung zur Seite stand. Durch die Zusammenarbeit mit regionalen Betrieben und die Aufgeschlossenheit der Freibadangestellten und der Amberger Stadtwerke war es möglich ein außergewöhnliches Kunstwerk mit praktischem Nutzen für alle Freibadbesucher zu erschaffen. Kunstistgruen2018 1

BildEs gibt sie auch heute noch: Neu-oder Wiederentdeckungen in der Musikwelt. Da schlummert in der Hofbibliothek Thurn-und Taxis in Regensburg über 240 Jahre lang die Partitur einer Symphonie von Johann Christoph Vogel. Der wurde in Nürnberg geboren, wie Mozart 1756, trat mit 17 Jahren in die Hofkapelle Thurn und Taxis als Instrumentalist ein und ging mit 20 Jahren nach Paris, wo er Opern, Symphonien, Konzerte komponierte. Ebenfalls sehr jung gestorben, (mit 32 Jahren) wird er deshalb auch als der „Nürnberger Mozart“ bezeichnet. Diese bislang unbekannte Symphonie wurde von Wolfgang Jacob vom Verlag „Edition Stringendo“ gefunden und dem MRG zur „Uraufführung“ überlassen. Jacob war auch selbst zu „seiner Uraufführung“ ins Konzert gekommen. Im 3. Weihnachtskonzert des MRG war dies somit im völlig überfüllten Kongregationssaal Höhe-und Schlusspunkt. Doch nachdem Direktor Wolters die Besucher und viele Ehrengäste begrüßt hatte, begannen nach den Fanfarenklängen der Bläser die Beiträge der MRG-Schüler. Das Orchester mit über 20 jungen Musikern spielten aus Mozarts Violinkonzert Nr.3 den 1. Satz. Mit Magdalena Urban war hier eine Solistin dabei, die dieses Konzert mit ihrem geschmeidigen Spiel, ihrer Sensibilität, ihrer verblüffenden Virtuosität und einer Klasse-gespielten umfangreichen Kadenz bravourös gestaltete. Das Orchester war mit beweglichen Streichern und sicheren Bläsern unter Frau Feldmeier-Zeidlers klarem Dirigat ein inspirierender Partner. Lyrische Klänge zauberte das Querflötenensemble in den Saal. Drei Sätze aus Griegs „Holberg“-Suite erklangen bemerkenswert homogen, mit klarer Intonation und sauberem Zusammenspiel. Als Solisten an der Gitarre präsentierte Eric Engel aus „Bardenklänge“ von J-K. Mertz in strukturierter Gestaltung ein sehr melodiöses Stück mit sicherer Griff-Technik, und Robin Engel brachte in einer Fantasie über Verdi-Themen von Tarrega seine brillante Spieltechnik mit schwierigen Doppelgriffen und rasenden Läufen wirkungsvoll zur Geltung. Mit „Originalkompositionen“ von Piazolla und Singelée stellte sich das „Sax-Reger Quartett“ vor. Das sind interessante, auch melodiegeprägte Stücke, die sowohl rhythmisch wie auch spieltechnisch große Anforderungen stellen. Die 4 Instrumentalisten präsentierten das in verblüffender instrumentaler Homogenität und Reife. Mit Darbietungen verschiedenster Epochen war die MRG-Brass zu hören. Ein gut gespielter Choral von Bach, sehr dezent geblasene Volksweisen und ein beschwingtes Christmas Jazz-Medley brachten ganz besonders festliche Klänge in den Saal. Diffizil in der Kammermusik ist die Gattung Streichtrio. Diese Herausforderung bestanden Magdalena Urban, Konstanze Frauendorfer und Ronja Rosemann in eindrucksvoller Weise durch ihr partnerschaftliches, bewegliches, von sicherer Intonation geprägtes Spiel eines Terzetts von Fuchs. Das chorische Highlight absolut war der Auftritt des MRG-Chors unter Leitung von Michaela Treese. Ca. 75 Singende, davon (Gratulation und Respekt!) etwa 30 junge Männer sangen ein (endlich mal) bewegtes Ave Maria mit einem strahlenden „Halleluja“, die Motette „in den Armen dein“ von Melchior Frank erklang in differenzierter Gestaltung und stimmlicher Homogenität, „In dulci jubilo“ brachte mit leuchtenden Sopranen Weihnachten nahe und beim „Alleluja“ des 1951 geborenen Ralph Manuel zeigte der Chor in diesem modernen Stück seine ganze große Klasse. Vielschichtig in Dynamik und Rhythmus, die Soprane bis zum a´´ leuch-tend und klar, toll der Wechsel zwischen piano-Stellen und forte-Steigerungen bis hin zum (unerwarteten) Schluss im pp. Das war große Chorkunst. Und nun die „verschollene“ Symphonie. In drei Sätzen glaubte man, den Geist Glucks und Mozarts zu hören. Unter der fordernden Leitung von Maria Anna Feldmeier-Zeidler ließen die Musiker im Allegro mit Leidenschaft die Melodie-bögen ebenso aufleuchten, wie sie dramatische Klangakzente dagegenzustellen vermochten, im Andante gab Susanne Hiltl mit ihrer Flöte dem Klang zusätzlich Farbe. Ihr Part forderte sowohl bei den melodischen Linien wie auch bei perlenden Läufen eine ausgefeilte Spieltechnik ab, die die Solistin beeindruckend meisterte in Partnerschaft mit dem Orchester, das mit warmen und intensiven Streicherklängen die Melodien förmlich zelebrierte. Der bewegte Schlusssatz hielt mit großen Parallel-Klängen, auch Unisono-Stellen und einem interessanten Wechsel zwischen p-Einwürfen und üppigen Steigerungen so manche Überraschung bereit, die vom Orchester mit gleichbleibender Spannung bis hin zum leuchtenden D-Dur-Schlussakkord brillant ausgekostet wurden. Euphorischer Beifall, bewegende Dankesworte an Frau Feldmeier-Zeidler durch die Orchestersprecherinnen Magdalena Urban und Konstanze Frauendorfer für die jahrelange motivierende Förderung und Vorbildfunktion, nicht nur im musikalischen sondern auch im zwischenmenschlichen, sozialprägenden Bereich. Wieder einmal zeigte sich das MRG als unerschöpfliche Talentschmiede.

BildMusikalisch kann das Max-Reger-Gymnasium aus dem Vollen schöpfen. So wurden die Beiträge auch beim traditionellen Weihnachtskonzert auf 3 Abende verteilt. Zwei davon fanden im Festsaal des Gymnasiums statt, der dritte im Kongregationssaal. Bei den Abenden im Festsaal galt es, Abschied zu nehmen, sozusagen von 2 Epochen. Zum einen, so formulierte es der Leiter des Gymnasiums, OStD Wolfgang Wolters in seiner Begrüßung, war es das letzte Mal, dass Konzerte im Festsaal stattfinden konnten. Dieser Festsaal, den es an einem Gymnasium in dieser Form in der ganzen Oberpfalz nicht mehr gibt, wird nach den Sanierungsarbeiten nicht mehr existieren. Zum zweiten galt es Abschied zu nehmen von einer verdienten Musikpädagogin, die 25 Jahre prägend die Musikszene im Gymnasium gestaltet hatte. Studiendirektorin Maria Anna Feldmeier-Zeidler verabschiedet sich in den Ruhestand. Ihr Kollege Wolfgang Herrneder fand bewegende Worte zum Abschied: „vor 50 Jahren standen Sie als kleines Mädchen hier als Schülerin auf der Bühne, mit Preisen ausgezeichnet von „Jugend musiziert“ auf regionaler und auf Landesebene. Heute müssen wir Sie verabschieden. So geht mit diesen Konzerten auch eine Epoche zu Ende, die von Ihnen mit viel Herzblut so engagiert geprägt ist“. Vorher hatte Herrneder das Konzert mit dem MRG-Unterstufenchor (sogar mit Knaben besetzt!) eröffnet. Bei drei Stationen aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ aus der Feder des 1954 geborenen Bruno Coulais, legten sich „die jüngsten“ mit viel Engagement, Leidenschaft und rhythmischer Präsenz ins Zeug, von einem Streichquartett unterstützt. Es war der Abend der „kleinen“ Ensembles“ und der Solisten. Franz Schottenheim imponierte mit Geige bei einer Händel-Sonate und Lukas Schöpf (Orgel) mit einer opulent gespielten „Highland Cathedral“. Christina Bader brachte mit geschmeidigem Anschlag Chopin zum Klingen, Alexandra Schwartz präsentierte sich mit dem 2. Satz aus Beethovens „Pathetique“ und Caprice Krämer zelebrierte kraftvoll und mit Power „Russian Prelude“ von Timothy Brown. Mit Tschaikowski´s Nocturne glänzte Jakob Nutz am Kontrabass, Emma Peter brillierte mit ihrer Flöte bei einem Spanischen Tanz von Moszkowski und Lea Gauer brachte ihr Saxophon mit „Aria“ einprägsam zum Klingen. Ein Barocktrio mit Laura Peter, Lisa-Maria Geitner,(beide Geigen) Amrei Beha (super ihr Fagott) und Doris Schwager (Cembalo) überraschte mit einer gelungenen Interpretation einer Händel-Sonate, und den Schluss am Montag bildete das Streichquartett mit Theresa Frauendorfer und Antonia Keppler (beide Geigen) Franz Schottenheim (hier Viola) und Theresa Urban (Cello) die ebenfalls von Händel 2 Sätze einer Sonate richtig schön musizierten, mit deutlichen dynamischen Abstufungen und klugem Zusammenspiel. Am 2. Abend gab es ebenfalls ein vielseitiges ,abwechslungsreiches Programm. Als „Hommage“ an Helmut Walther, einem früheren Lehrer, spielten die Schulstreicher beherzt und mit sichtbarer Freude dessen Hirten-Rondo. „Angels from the Realms of Glory“- damit zeigten Katharina Groß, Anna Rösch (beide Geigen) Klara Krusche ( Cello) und Finn Gebert (Kontrabass) wie ein „Traditionell“ klingen kann. Julian Wolwode zog an der Orgel alle Register seines Könnens (auch die der Orgel) und brachte Mendelssohns-Präludium und Fuge opulent zur Geltung. Einen „Kuckuck“ ließ Julius Täschner am Klavier ganz witzig erklingen, Konstanze und Andreas Frauendorfer (Geige und Klavier) präsentierten sich eindrucksvoll im Duett und als Klaviertrio konnten Theresa Frauendorfer und Antonia Keppler (beide Geigen) mit Lukas Schöpf am Klavier überzeugen. Dass Telemann auch in einer Saxophon-Bearbeitung richtig „klassisch“ klingt, bewiesen Vincent Birner und Doris Schwager. Die schwierigen spieltechnischen Anforderungen J.S.Bach´s Flötensonate schienen bei der Präsentation durch Susanne Hiltl nicht zu existieren. Vivaldi`s bekanntes Violinkonzert a-moll war bei Susanne Merkl in guten Händen. Mozart darf nie fehlen! Im Violinkonzert KV 216 zeigte Laura Peter eine herausragende Leistung mit sehr schönem Ton, toller Virtuosität, souverän in den heiklen Doppelgriffen. Die geballte Leidenschaft, Sentimentalität und Brillanz brachte Felix Stündl (Flöte) im „Russischen Zigeunerlied“ effektvoll zum Klingen. Mit modernen Klängen ging das Dienstag-Konzert zu Ende. Dafür sorgten Fabian Wagner (Klavier) mit „Quiet Blues“ und zusammen mit Julius Täschner am Schlagzeug mit einem originell interpretierten „Take 5“. Das „MRG-Tango-Trio mit Konstanze und Andreas Frauendorfer( Geige und Gitarre) und Theresa Urban (Cello), alle „tango-mäßig“ rot-schwarz gekleidet machte die rhythmischen Besonderheiten des Tango eindrucksvoll klingend, bevor das MRG-Sax-Ensemble mit „Winter Wonderland “ diese ersten Teile der MRG-Weihnachtskonzerte richtig stimmungsvoll abschloss.

Hii :)
Auf unserem Klassensprecherseminar wurden wir für das Schuljahr 2017/18 als neue Schülersprecherinnen gewählt.

SMV2017 2Das sind wir:
Konstanze Frauendorfer (Q11), Theresa Urban (Q11), Lisa Lehner (10a), Lena Ibler (10c)

Da Konstanze Frauendorfer auch Bezirksschülersprecherin ist, wurde Lena Ibler als 4. Schülersprecherin zur Unterstützung nachgewählt.

Als Schülersprecherinnen vertreten wir euch und euere Meinungen im Schulforum und leiten die SMV.

Habt ihr Fragen, Wünsche, Anregungen?
Kontaktiert uns! Schreibt uns eine Email (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ), einen Brief (Briefkasten vor dem SMV-Zimmer) oder sprecht uns einfach an😊

Eure Schülersprecherinnen
Lena, Lisl, Resl, KonstlSMV2017 1SMV2017 2

KF

 

 

 

 Bei der Bezirksaussprachetagung der Schülersprecher der oberpfälzer Gymnasien wurde Konstanze Frauendorfer (Q11) zur Bezirksschülersprecherin gewählt. Zudem ist sie für die Öffentlichkeitsarbeit des Landesschülerrats (LSR) Bayern zuständig und und wirkt bei der Gestaltung der Social-Media Accounts mit. Wir gratulieren Konstanze herzlich und sind natürlich stolz auf unsere Vertreterin!

“We are the Notes of Europe”

Unser Reisetagebuch aus Estland

 Sonntag, 08.10.2017

Am Sonntag trafen wir uns früh am Morgen, genauer gesagt um 7:10 Uhr, am Bahnhof in Amberg, um neugierig und voller Vorfreude unsere Reise anzutreten. Zunächst fuhren wir per Zug nach Nürnberg. Von dort aus ging es mit der U-Bahn zum Flughafen, wo wir dann unseren Flieger nach Frankfurt bestiegen. Nach diesem kurzen Flug und einem rund dreistündigen Aufenthalt in Frankfurt, bei dem wir drei Regeln für unseren Aufenthalt in Estland aufgestellt haben („1. Nicht zu sterben“, „2. Nicht verloren zu gehen“ und „3. Irgendwie wieder nach Hause zu kommen“), erreichten wir schließlich unser Ziel: die estnische Hauptstadt Tallinn. Dort wurden wir schon von unseren Austauschpartnern am Flughafen erwartet und herzlich empfangen. Anschließend ging es für uns zuallererst in unser jeweiliges Heim für diese Woche, so dass wir dort unser Gepäck abliefern konnten.

Jeder aus unserer Gruppe hatte seinen eigenen Austauschpartner bis auf Susanne und Emma, die zusammen bei einem Mädchen untergebracht waren. Die Wohnsituation unseres jeweiligen estnischen Partners war unterschiedlich: Manche wohnten in einem Haus, der Großteil aber wohnte in einer Wohnung. Da die Räumlichkeiten dort begrenzt waren, durften zum Beispiel einige von uns die Zimmer unserer Austauschpartner beziehen, während sich diese für die Dauer unseres Aufenthaltes ein Zimmer mit ihren Eltern teilten.

Anschließend haben wir uns an diesem Abend noch in der Innenstadt mit anderen Teilnehmern des Projekts getroffen. Nach einem kurzen gegenseitigen „Beschnuppern“ und ersten Kennenlernen beschlossen wir, mexikanisch essen zu gehen. Dies war sehr interessant, da daraufhin in diesem mexikanischen Restaurant Esten mit russischer Herkunft gemeinsam mit Engländern, Tschechen und Deutschen aßen. Danach hat sich unsere Gruppe aufgeteilt: Theresa bekam von ihrer Austauschpartnerin bereits ein wenig die Stadt gezeigt, während die restlichen fünf zur Wohnung einer Austauschpartnerin gefahren sind, um dort den ersten Abend ausklingen zu lassen.

 

Montag, 09.10.2017

Der Montagmorgen begann mit einem Treffen in der estnischen Partnerschule, Tallinna Kesklinna Vene Gümnaasium, um dort die Gruppen für die anschließende Stadtführung einzuteilen. Nachdem wir nach einer kurzen Fahrt mit der Tram die Altstadt erreicht hatten, wurden wir von Schülern der estnischen Schule zusammen mit den Teilnehmern aus Großbritannien herumgeführt. Dabei wurden uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt präsentiert. Unter anderem haben wir den prachtvollen Amtssitz des estnischen Staatspräsidenten, die griechisch-orthodoxe Kirche und den Marktplatz gesehen und mehrere Aussichtspunkte besucht, von denen wir einen wunderbaren Blick sowohl auf die Altstadt als auch auf die Ostsee hatten. Während dieser Führung haben wir auch Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel gekauft, die wir dann bis zu unserer Abreise am Samstag nutzen konnten und die gerade einmal 6 Euro pro Person (für fünf Tage) gekostet haben.

Nach unserer Rückkehr an die Schule haben wir im Festsaal der Partnerschule noch eine Präsentation über Tallinn im Allgemeinen und über die Schule im Speziellen gesehen und wurden anschließend auch noch durch das Schulgebäude geführt. Am Nachmittag wurde von der gastgebenden Schule ein Konzert veranstaltet, in dem sich die Teilnehmer der estnischen Schule vorgestellt haben. Neben dem Chor, der zum Beispiel die Hymne von „Notes of Europe“ gesungen hat, gab es beeindruckende Beiträge von Violinisten, Pianisten und Solosängern.

Nach einer kurzen Kaffeepause in der Cafeteria hatten wir und auch alle anderen Schüler die Möglichkeit, die Musikstücke für das Konzert zu proben. Nachdem das „offizielle“ Tagesprogramm an der Schule beendet war, und wir uns gemeinsam im „Lido“, einem Selbstbedienungsrestaurant mit traditionell estnischer Küche, gestärkt hatten, verbrachten wir den Abend noch gemeinsam im Haus eines Austauschpartners. Dort spielten wir mit einer Engländerin UNO und tauschten uns, Popcorn und heiße Schokolade genießend, aus, wodurch sich ein sehr gemütlicher Abend entwickelte. Türkische Schüler, die auch vor Ort waren, haben sich an diesem Abend nicht an dem gemeinsamen Spiel oder den Unterhaltungen beteiligt, da sie erst kurz zuvor gelandet und dementsprechend erschöpft waren. Allerdings war auch die Sprache eine Barriere, weil die Englischkenntnisse dieser Teilnehmer leider recht dürftig waren. Talinn1.jpg

Aussicht auf Tallinn und die Ostsee

 

Dienstag, 10.10.2017

Der nächste Tag an der estnischen Partnerschule wurde eingeleitet von der Vorstellung der Teilnehmer, wobei die verschiedenen Delegationen sehr unterschiedlich vorgegangen sind: Das tschechische Team hat zum Beispiel ein Video abgespielt, in dem es seine Schule präsentiert hat. Manche Länder haben kurz über ihre Schule gesprochen, andere legten den Schwerpunkt auf ihren Heimatort. Die Vorstellung unseres Teams wurde von Magdalena vorgenommen. Somit unterschied sich unsere Präsentation von der der anderen Teilnehmer dadurch, dass eine Schülerin und nicht ein Lehrer diese Aufgabe übernommen hatte.

Obwohl wir ursprünglich an diesem Vormittag das Tallinn Festival Gelände besuchen wollten, war das aufgrund der schlechten Wetterlage leider nicht möglich. Als Ausgleich dafür haben wir das Kunstmuseum „Kumu Art Museum“ in Tallinn besichtigt, wobei wir dort für die Führung in zwei, recht große Gruppen aufgeteilt wurden, was einen gewissen Lärmpegel auch während der Führung mit sich brachte. Talinn2.jpg

Gruppenfoto im „Kumu“

Nach diesem Ausflug und dem anschließenden Mittagessen bot sich für uns zunächst wiederum die Möglichkeit, unsere Musikstücke zu proben, bevor für uns ein Folklore-Abend veranstaltet wurde. Dieser brachte russische Lieder und Tänze mit sich, bei der Teilnehmer aller Länder miteinbezogen wurden. Dies führte nicht nur zur Auflockerung der Stimmung, sondern bewirkte nebenbei auch noch, dass man weitere Austauschteilnehmer kennenlernte. Daraufhin folgte der türkische Abend, der - wie der Name schon vermuten lässt - von den türkischen Teilnehmern ausgerichtet wurde. Bei diesem durften wir sowohl außergewöhnlichen musikalischen Beiträgen der türkischen Delegation lauschen, als auch landestypische Tänze bewundern und wurden abschließend mit türkischen Köstlichkeiten verwöhnt.

Zum Ausklang des Abends gingen wir zusammen mit tschechischen Schülern italienisch essen und kauften anschließend noch Souvenirs für unsere Familien und Freunde.

Mittwoch, 11.10.2017

Dieser Tag hat sich von den bisherigen Tagen dadurch unterschieden, dass wir diesen nicht in Tallinn, sondern in Tartu - der zweitgrößten Stadt Estlands, die ca. 180 km entfernt von Tallinn liegt - verbracht haben. Nach einer zweieinhalbstündigen Busfahrt, während der man kaum Zivilisation, sondern hauptsächlich nur Waldflächen, Wiesen und Felder sehen konnte, verbrachten wir den Vormittag im „Estonian National Museum“. Dieses beeindruckte nicht nur durch seine außergewöhnliche Architektur, sondern auch durch seine auf modernste und originellste Weise dargebotenen Informationen über Estland und seine Geschichte. Auch hier bildeten wir wieder zusammen mit Großbritannien eine Gruppe, was den Kontakt mit dem britischen Team noch weiter verstärkte.

Nach einem Mittagessen in einer Hotelschule steuerten wir das Stadtzentrum von Tartu an. Einem kurzen Café-Besuch in einem Einkaufszentrum schloss sich die Besichtigung des Theaters, des größten in Estland, an. Die dortige Führung war sehr interessant: Neben der Färberei durften wir beispielsweise auch sehen, wie Requisiten hergestellt werden, und konnten Kostüme aus dem Fundus anprobieren. Danach hatten wir noch ein bisschen Zeit zur freien Verfügung, die wir dazu nutzten, in dem oben erwähnten Einkaufszentrum unsere Geldbeutel ein wenig zu erleichtern.

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Ausstellungsstücke im Estonian National Museum

Nachdem wir am frühen Abend wieder mit dem Bus zurück nach Tallinn gefahren sind, waren wir alle so erschöpft, dass wir alle nach Hause gegangen sind, ohne noch gemeinsam etwas zu unternehmen.

 

Donnerstag, 12.10.2017

Der Donnerstag stand ganz im Zeichen der Musik. Deswegen erscheint es nicht verwunderlich, dass der Tag auch viele Proben mit sich brachte: Begonnen haben wir mit einer Chorprobe des internationalen Chores, in dem Teilnehmer aller Länder gemeinsam drei Stücke erarbeitet haben. Nach einem Mittagessen in der Schulcafeteria hatten wir noch die Möglichkeit, unsere eigenen Stücke für das am Nachmittag vorgesehene Konzert zu proben. Diese Proben waren leider zum Teil mit ein paar logistischen Problemen verbunden: Obwohl mehrere Länder ein Cello für den Auftritt benötigten, gab es bloß eines, das „geteilt“ werden musste. Auch wurde eine angemeldete Geige nicht bereitgestellt, sodass sich manche Länder auch diese teilen mussten. Ebenfalls wurden die Räume, die zum Proben bereitgestellt worden waren, doch von der Schule selbst beansprucht, da dort Unterricht stattfinden sollte. Dies führte dazu, dass ein ungestörtes, konzentriertes Vorbereiten nur schwer möglich war.

Talinn4.jpgNichtsdestotrotz sahen wir uns dennoch gut gerüstet für das große internationale Konzert, in dem alle Teams ihre erarbeiteten Stücke vortragen sollten, wobei sich die türkischen Gäste und die estnischen Teilnehmer zurücklehnen konnten, da diese ihre Auftritte bereits an den vorherigen Tagen gehabt hatten. Dieses Konzert hat sowohl als Konzertteilnehmer als auch als Zuhörer sehr viel Spaß gemacht und war sehr abwechslungsreich: Von Klassik über traditionelle Musik bis hin zu Popmusik war alles vertreten.

Da das Konzert etwas länger gedauert hat als geplant, mussten wir uns beim Abendessen beeilen, das in dem bereits von uns besuchten Restaurant „Lido“ stattfand. Dieses Restaurant hat sich aufgrund seiner Lage gegenüber dem Opernhaus geradezu dafür angeboten, da wir uns dort an diesem Abend noch die deutsche Oper „Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner anschauten. Diese hat uns sehr gut gefallen, was nicht nur daran lag, dass sie in deutscher Sprache aufgeführt wurde. Nach dem gemeinsamen Opernbesuch endete dieser Abend jedoch bei vielen auch mit einem weinenden Auge, da sich herausstellte, dass man einen Teil der Personen, die man in den letzten Tagen kennengelernt hatte, nicht mehr (so bald) sehen würde wegen ihrer bevorstehenden Abreise.

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Gruppenfoto im Opernhaus

 

Freitag, 13.10.2017

Nachdem klar war, dass bereits einige Delegationen am frühen Morgen abreisen würden, und die Teilnahme an der von den estnischen Schülern organisierten Stadtrallye somit nur noch freiwillig war, nutzten wir die günstige Lage Tallinns an der Ostsee, um mit der Fähre nach Helsinki zu reisen. Die Fahrzeit betrug gerade einmal rund 2¼ Stunden. In der finnischen Hauptstadt wurden wir von der Sonne empfangen, die wir in den letzten Tagen in Tallinn schon schmerzlich vermisst hatten. In Helsinki sind wir hauptsächlich gelaufen, was aber begleitet von Sonnenschein gleich nur halb so schlimm war: Wir sind durch alte Markthallen gegangen, zum Dom emporgestiegen und am Hafen herumspaziert. Obwohl allen am Ende des Tages die Füße wehtaten, beklagte sich am Abend keiner. Dafür waren die Eindrücke, die uns diese Stadt geliefert hat, viel zu schön. Auch wurde die Stimmung immer wieder dadurch aufgelockert, dass jemand die „Notes of Europe“-Hymne oder andere Lieder anstimmte, so dass Ohrwürmer garantiert waren. Darüber hinaus hatten wir in Helsinki auch die Möglichkeit, ein bisschen shoppen zu gehen. Hierbei haben wir besonders darauf geachtet, nicht unbedingt in Geschäfte zu gehen, die es auch bei uns daheim in unserer Nähe gibt, sondern gezielt uns unbekannte Geschäfte anzusteuern.

Auch in Finnland konnten wir feststellen, dass - ebenso wie in Estland - die Sprachebarriere keine Herausforderung für uns darstellt. Nahezu alle Personen sprechen nämlich neben der Landessprache sehr gut Englisch und ein Großteil (der Esten) spricht zudem noch Russisch, was auf die sowjetische Vergangenheit Estlands zurückzuführen ist.

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Helsinki

Samstag, 14.10.2017

Samstag – ein trauriger Tag – denn es war der Tag, an dem wir uns von unseren Austauschpartnern, die für uns zu echten Freunden geworden sind, und ihren Familien verabschieden mussten. Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir zum Flughafen gefahren, an dem noch Erinnerungsfotos gemacht wurden und die ein oder andere Träne vergossen wurde. Unsere Rückreise verlief vollkommen reibungslos und auch Magdalenas Geige, die angeblich wegen des komplett ausgebuchten Fluges nicht mehr ins Flugzeug passen sollte, fand einen sicheren Platz im Handgepäckfach des Flugzeuges. Wie beim Hinflug hatten wir in Frankfurt wieder eine gewisse Wartezeit zu überbrücken, was uns aber nicht schwer fiel, da wir einfach die letzten Tage Revue passieren ließen. Am frühen Abend erreichten wir schließlich den Nürnberger Flughafen, von wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden, die von unserem Redeschwall fast übermannt wurden. Insgesamt war es eine wundervolle Reise, die jeder Einzelne von uns sofort wieder antreten würde.

Verfasst von der Tallinn-NOE-Reisegruppe J

Magdalena und Theresa Urban, Cornelia Fischer, Evelyn Kryschak, Susanne Hiltl, Emma Peter

Talinn7.jpg Unsere Gruppe am Flughafen

Friedenslicht2017 1Kurz vor Weihnachten traf auch in diesem Jahr das Friedenslicht aus Bethlehem in Amberg, St. Georg ein. Dort nahmen Siebtklässler des Max-Reger-Gymnasiums in Begleitung von StR Kober dieses Symbol der Völkerverständigung über Religionsgrenzen hinweg in Empfang und reflektierten in der schon weihnachtlich geschmückten Kirche aktuelle Herausforderungen der Friedenssicherung – global wie auch im schulischen Bereich. So fand das Friedenslicht schließlich seinen Weg ins Max-Reger-Gymnasium, wo es von OStD Wolters und Achtklässlern begrüßt wurde.

Friedenslicht2017 2

BildUnter diesem Motto steht das Erasmus+-Projekt „Notes of Europe“, an dem das Max-Reger-Gymnasium seit 2015 teilnimmt. Schüler und Lehrer aus neun verschiedenen europäischen Ländern treffen sich im Abstand von ein paar Monaten in einem dieser Länder, präsentieren ihr eigenes musikalisches Können oder landestypische Musik und vor allem: Alle singen und musizieren miteinander.

Schüler des Max-Reger-Gymnasiums haben für das Projekt eigens eine Hymne komponiert, die sich als „Leitfaden" durch alle Treffen zieht, und auch einen Jingle mit dem Text "Europe be clever, friendship for ever, sing the Notes of Europe". Eine alte Tradition? Ja. Schon von dem klassischen Komponisten Joseph Haydn stammt der Spruch: „Musik ist Weltsprache", was nichts anderes bedeutet als die grenzüberschreitende Wirkung von Musik.

Eine der vielfältigen Aufgaben im Rahmen dieses Erasmus+-Projekts war und ist die Suche und Forschung nach europäisch denkenden und wirkenden Komponisten.

In vielen Lebensläufen von Komponisten und Musikern lassen sich - modern ausgedrückt - Europaaffinitäten ausmachen. Allein schon durch die wechselnden Musikzentren und Stätten, die für die Entwicklungsgeschichte der Musik wichtig waren, schweift der Blick über unser heutiges Europa. In der Renaissance war es die Niederländische Vokalpolyphonie, im Barock war Italien federführend. Man spricht von der „Wiener Klassik“ und meint damit Haydn, Mozart und Beethoven. Danach in der „Romantik“ verteilten sich die Zentren, die Komponisten wurden sich ihrer musikalischen Wurzeln bewusst und ließen diese in ihre Musik einfließen. Einen weiteren Aspekt der „europäischen“ Gestaltung und Wirkung von Musik stellt das Reisen dar. Man denke z. B. an Georg Friedrich Händel, dem es schon im 18. Jahrhundert auf Grund seines wohlhabenden Elternhauses möglich war, alle Metropolen Italiens zu besuchen und den dortigen Musikstil für seine eigene Kompositionsweise „aufzusaugen“. Letztendlich ließ er sich dann in London nieder und war dort ein gefeierter Komponist. Auch sein Zeitgenosse Johann Sebastian Bach, dem solche Reisen aus finanziellen Gründen zwar nicht möglich waren, studierte dennoch z. B. französische Kompositionen und alles, „was ihm unter die Finger kam“, um seinen Stil weiter zu entwickeln. Nicht zu vergessen ist Wolfgang Amadeus Mozart. Er bereiste als Wunderkind ganz Europa. Rechnet man die Zeit seiner Reisen zusammen, kommt man zu dem Ergebnis, dass er in seinem 35 Jahre dauernden Leben rund 11 Jahre auf Konzerttourneen war. In der Zeit der Romantik gehörte es zum „guten Ton“ einer wohlhabenden Familie, dass ihre Kinder Bildungsreisen durch ganz Europa unternahmen. Exemplarisch kann hier auf Felix Mendelssohn-Bartholdy verwiesen werden.

FeZ Erasmus2017 2Ausgestattet mit diesen Hintergrundinformationen erhielten im vergangenen Schuljahr zwei 8. Klassen folgenden Auftrag: „Sammle Informationen, Bilder, etc. über Musiker und Komponisten aus der Stadt Amberg, der Oberpfalz und Europa und gestalte hierzu ein aussagekräftiges Poster!“ Innerhalb dieses äußeren Rahmens hatten die Schüler freie Wahl, mit welchen Komponisten oder Musikern sie sich beschäftigen wollten. Das Ergebnis war eine sorgfältig recherchierte und wunderbar gestaltete Ausstellung zu diesem Thema.

Eine Konzertfahrt der 8. Klassen nach München zu einem Konzert, bei dem u.a. Beethoven zu Gehör kam, bot die Gelegenheit, im Rahmen des Projekts „Zeitung macht Schule“ Artikel über die Rolle Beethovens zu veröffentlichen. Sie befassten sich beispielsweise damit, wie Beethoven arbeitete und komponierte, welches Schicksal er zu erleiden hatte, und wie und wann es dazu kam, dass der Chorsatz im letzten Satz seiner 9. Sinfonie mit Schillers Text „Ode an die Freude“ zur Europahymne auserkoren wurde.

Eigentlich mühelos wurden und werden sowohl die zahlreichen Weihnachts- und Sommerkonzerte als auch die vielen Musischen Abende am Max-Reger-Gymnasium dem europäischen Gedanken gerecht. Solisten sowie große und kleine Ensembles bieten eine Vielfalt an Werken aus verschiedenen europäischen Ländern und interpretieren Komponisten, die allein schon aus oben genannten Gründen einen Bezug zu Europa aufweisen. Aber auch der Bezug zur Heimat findet sich im Programm der Konzerte wieder, wenn z. B. im letzten Jahr das MRG-Orchester die „Weimarer Sinfonie" von Christoph Willibald Gluck, einem Oberpfälzer Komponisten aus Beilngries, darbot. 1780 schrieb Gluck – europaweit bekannt wegen seiner Opernreform – an Herzog August von Sachsen-Weimar, er „empfinde einen innerlichen Trieb, etwas vor meine Nation zu verfertigen.“

FeZ Erasmus2017 1Im diesjährigen Weihnachtskonzert ist eine Uraufführung zu hören. Darunter darf man sich in diesem Fall kein neu komponiertes Werk vorstellen, was der Begriff „Uraufführung" auch nahelegen könnte. Das MRG-Orchester bringt eine Sinfonie von Johann Christoph Vogel zu Gehör, die 230 Jahre auf ihre Entdeckung wartete. Wolfgang Jacob vom Verlag "Edition Stringendo" hat eine Handschrift dieser Sinfonie in der Hofbibliothek Thurn- und Taxis in Regensburg gefunden und erstmals in Druck gebracht. Nach Auskunft von Herrn Jacob weist das handschriftliche Notenpapier keine Gebrauchsspuren auf. Wurde diese Sinfonie nie gespielt? Wahrscheinlich!

Und wie kam diese Handschrift nach Regensburg?

Johann Christoph Vogel wurde 1756, also im selben Jahr wie Mozart, in Nürnberg als Sohn eines Lauten- und Geigenbauers geboren. Mit 17 Jahren trat er in die Hofkapelle Thurn und Taxis Regensburg als Instrumentalist ein. Im Jahr 1776 ging Vogel nach Paris, wo er ein begeisterter Anhänger Christoph Willibald Glucks wurde und ebenfalls Opern komponierte. Außerdem schrieb er zahlreiche Sinfonien, Konzerte und Kammermusik.

Es stellt sich also die Frage: War die in Regensburg gefundene und relativ unversehrte Partitur ein musikalischer Gruß an seine ehemaligen Kollegen der Thurn- und Taxis Hofkapelle?

Mit nur 32 Jahren verstarb Johann Christoph Vogel 1788 in seiner Wahlheimat Paris.

BildMax-Reger-Gymnasium bei Erasmus+-Treffen in Estland

Einst segelten deutsche Kaufleute über die Ostsee in die lange unter dem Namen „Reval“ bekannte Hafenstadt Tallinn. Kürzlich nahm dort eine Schülergruppe des Max-Reger-Gymnasiums an einem Treffen des EU-Projektes „Notes of Europe“ mit Jugendlichen aus acht weiteren europäischen Ländern teil.

Dabei erlebten die Amberger Schüler/innen den Alltag sowohl in ihren jeweiligen Gastfamilien als auch am gastgebenden Gymnasium. Ganz im Sinne des Projektzieles wurde durch das gemeinsame Musizieren eine grenzüberschreitende Sprache gefunden. Ob bei einem von russischen Klängen geprägten Folklore-Abend der estnischen Schule oder im Tanzen zu türkischen Rhythmen: Schnell entstand zwischen den Jugendlichen und begleitenden Lehrkräften unterschiedlicher Herkunft ein Einheitsgefühl ohne hinderliche Sprachbarrieren oder kulturelle Vorbehalte. Ausdruck dieses Einsatzes für eine europäische Zukunft im Zeichen der Musik war der Auftritt des Projekt-Chors mit allen beteiligten Schüler/innen, der estnische Volksweisen und die Hymne des NOE-Projekts aus der Feder von MRG-Schülern während des Abschlusskonzerts zu Gehör brachte. Daneben bot dessen Programm eine beeindruckende musikalische Bandbreite vom barocken Flötentrio des MRG über traditionelle Akkordeon-Klänge aus Litauen bis hin zu modernen Pop-Beats der renommierten BRIT-School aus London.

BildErgänzt wurde das Gesamtprogramm des Treffens durch vielfältige Akzente der Horizonterweiterung. So lernten die jungen Besucher Estland als Land mit einer rund 800 Jahre währenden Geschichte, die nur rund ein Zehntel davon von nationaler Freiheit bestimmt war, kennen. Dies hat bis heute Spuren hinterlassen – sowohl im mittelalterlich geprägten Teil der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Tallinn als auch hinsichtlich der aktuellen Position des Landes am nördlichen Rand von EU und NATO. Mit diesen historischen und geopolitischen Bedingungen setzten sich die Schüler/innen im Rahmen von Stadtführungen, Museumsbesuchen und Diskussionen auseinander. Hierbei tauchten sie ein in die deutsch-baltische Gutsherrengeschichte der heutigen Landeshauptstadt Tallinn und reflektierten die aktuelle diplomatische Herausforderung einer ca. 300 km langen Grenze zu Russland. Gerade die russische Prägung des gastgebenden Gymnasiums erzeugte einen hautnahen Eindruck der estnischen Suche nach Identität im Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und europäischer Zukunft – zumal zur Zeit der gegenwärtigen EU-Ratspräsidentschaft Estlands. Dieses setzt schon heute gesellschaftliche Standards mit dem flächendeckenden Ausbau von Digitalisierung und der nachhaltigen Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs. Die erstaunten Amberger Schüler/innen konnten in Estlands Hotspot Tallinn die kostenlose Nutzung von Bus und Straßenbahn für Einheimische beobachten und selbst die gebührenfreie Bereitstellung von WLAN im gesamten Stadtgebiet nutzen. So wurde im Rahmen von „Notes of Europe“ einmal mehr eine Vision von Europa in der Realität erfahrbar.

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