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FJKonzert2022 1Nach zwei langen Corona-bedingt konzertlosen Jahren war es endlich wieder so weit: Das Max-Reger-Gymnasium lud zu seinen zwei Frühjahrskonzerten ein. 

Am ersten Tag hatten die 5. bis 9. Klassen im Pfarrsaal St. Georg ihren Auftritt. Nach der Begrüßung durch Schulleiter OStD Georg Meyer machte der Unterstufenchor mit vier Stücken nach Texten von Heinz Erhardt den Anfang. Im brechend vollen Pfarrsaal waren die jungen Sänger mit Feuereifer dabei und brachten mit den witzigen Gedichten in Liedform die Zuhörer zum Schmunzeln. Mit großem Elan und sichtbarer Freude, gut artikuliert und intoniert eröffneten sie, mit ihrem Leiter Wolfgang Herrneder am Klavier, den Konzertabend.

Dann folgte darauf ein kunterbunter Reigen aus Solisten, erfreulich viele Schüler aus der Unter- und Mittelstufe, die alle die ersehnte Auftrittsmöglichkeit nutzen wollten. Ob Klavier Saxophon oder Klarinettentrio- selbst die Jüngsten aus der fünften und sechsten Klasse stellten sich auf die Bühne und legten bravouröse Auftritte hin, auch wenn Knie und Finger anfangs zitterten. 

Technisch blitzsauber und musikalisch für ihr Alter erstaunlich ausgereift zauberte Luisa Kuchenbecker mit dem „Lyrischen Walzer“ von Schostakowitsch am Klavier feinsinnige, elegante Linien. Das neuformierte Streichquartett unter der Leitung von Ulrike Straub, mit Schülern aus den 6. und 8. Klassen besetzt, zeigte mit „Blow the Wind“ und einer bayrischen Polka saubere Intonation und viel Schwung. Stella Liang am Klavier setzte die für Bachs Adagio BWV 974 nötige innere Gelassenheit klangmalerisch in Töne um. Mit Elisaveta Kulka und Elisabeth Haas waren zwei Violinistinnen vertreten, die mit Carlo Tessarinis Concerto op. 1 und Oskar Riedings Polonaise G-Dur - technisch versiert und blitzsauber intoniert - zwei durchaus anspruchsvolle Werke zu Gehör brachten. Auch Emma Hausmann hatte sich mit Mendelssohns Lied ohne Worte Op. 38. ein für eine Schülerin der 9. Klasse durchaus herausforderndes Werk ausgesucht, das sie mit großer Spielfreude und sichtlich ohne technische Schwierigkeiten meisterte.

Die Schulstreicher hatten drei irische Tänze im Programm.  Obwohl sie als Schüler der 5. und 6. Klasse gerade erst begonnen haben, ihr Instrument zu lernen, setzten sie unter der Leitung von Ulrike Straub mit der virtuos spielenden melodieführenden Blockflöte, den Streichern und Klavier den typisch irischen Klang so gut um, dass man sich eben dorthin versetzt fühlte. 

Max Rauchenberger leitete mit dem „Foxglove Swing“ den jazzigen Teil des Konzertes ein, der mit den weiteren Saxophonsolisten Annika Höfler und Pia Meßmann zeigte, dass komplexere Rhythmen mit dem richtigen Groove kein Problem sind. Amelie Dehnert zeigte mit dem jazzigen Manhattan Skyline von Jürgen Moser einen gekonnten Auftritt Das Duett der Schlagzeuger Maximilian Münch und Elias Schäffer beeindruckte mit einer perfekt aufeinander abgestimmten, sich abwechselnden swingenden „Unterhaltung“ auf „schlagzeugerisch“. Jakob Piehler legte einen furiosen „Kentucky-Step“ auf dem Tenorhorn hin und Elias Hildebrand brachte den Klassiker “Nothing else matters“ auf der Gitarre zu Gehör. Den Abschluss des ersten Konzertabends machten „The magnificent Seven from the 7th“, sieben Saxophonisten aus den 7. Klasse mit „The magnificent Seven“, “Celebration” und dem Hit „We are family” - schon fast ein Schulslogan des MRG.

 

FJKonzert2022 2Auch der zweite Konzertabend im Stadttheater war äußerst abwechslungsreich. Viele Ensembles und Solobeiträge führten die Zuhörer durch alle Genres und quer durch die Musikgeschichte.

Den Einstieg machte vor bis auf den letzten Platz besetzten Rängen des Stadttheaters das Orchester mit der „Ouverture“ aus der Zauberflöte. Diffizil v.a. durch die vielen Tempo- und Charakterwechsel, die es rhythmisch zu erfassen und nuanciert darzustellen galt - doch dies wurde geschickt unter dem schwungvollen Dirigat von Ulrike Straub gelöst. 

Mit dem, von Jamin Hoffmann geschickt arrangierten und mitreißend gespielten „Libertango“ von Astor Piazzola zeigte das Orchester, dass es die Tangomelodien auch in großem Tempo blitzsauber intonieren und schwungvoll darbieten kann. Mit Bläsern und Schlagwerk zu einer Einheit verschmolzen, sich wechselseitig die Melodie zuspielend und übernehmend, den typischen Rhythmus stets ausgearbeitet dynamisch umgesetzt, entführten sie die Zuhörer in die wunderbare Welt des Tangos.

Nach dem Orchester folgte eine Reihe von Solisten:

Moritz Heldmann zeigte mit dem Werk „Snaps“ eine erstaunliche Bandbreite an Tönen und Klängen, die ein Saxophon so hervorbringen kann. Mit traumhafter Sicherheit groovte, schnarrte und heizte er durch das Werk von Emile Lukas. 

Mit warmen Klarinettenton, mal als Einheit verschmelzend, mal als Melodieträger hervortretend und differenziert aufeinander abgestimmt brachten Nina Plank und Sophia Cordts, beide Q12, das „Moderato“ aus einem Klarinettenduo von Franz Stadler zu Gehör.

Musikalisch nuanciert ausgearbeitet unter der Betreuung von Iwona Simonides zeigten die Gewinner des Landeswettbewerbs Jugend Musiziert, Emily Edel und Christopher Lippert, mit dem „Allegro con spirito“ aus dem Duo Concertante von Ignaz Moscheles, dass man sich nicht nur mit gesprochenen Worten sondern auch mit Melodien unterhalten kann: einfühlsam agierend, sich wechselseitig die Führung überlassend oder im Hintergrund verschmelzend- hervorragend, wie sensibel die beiden Solisten aufeinander reagierten und miteinander agierten-drücken wir ihnen die Daumen für den Bundeswettbewerb. 

Lena Breitschaft, Q 12, begleitet von Jelena Lichtmann, interpretierte mit beeindruckender Souveränität und musikalischer Tiefe Caccinis „Ave Maria“. Ein strahlender Trompetenton, unendlich langer Atem und saubere Intonation kennzeichnen ihr Spiel.

FrJKonzert2022 3Mit weitschwingenden Melodiebögen und einem runden Klarinettenton brachte Marie Schöpf, Q 12, begleitet von Thomas Prechtl, auf der Klarinette das „Adagio“ aus Hoffmeisters Klarinettenkonzert nahe. Die Interpretation dieses anspruchsvollen Werkes gelang der jungen Musikerin in bestechender Weise.

Christopher Lippert zeigte mit dem „Grande valse brillante“ op. 18 von Chopin seine gesamte technische Brillanz und musikalische Ausgereiftheit. Er meisterte das schwierige Stück mühelos-und ist erst in der 10. Klasse-wir können uns auf weitere zwei Jahre freuen.

Auch Felicia Thirimadurage, Q 12, Konzertmeisterin im Orchester, brillierte an der Violine mit dem 1. Satz aus Beriots Violinkonzert a-Moll: ausdrucksstarkes Spiel, blitzsaubere Intonation auch bei schwierigen Lagenwechseln und ein tragfähiger, warmer Ton kennzeichnete ihr Spiel.

Nach der Pause war die Bühne voll: der Chor unter der Leitung von Michaela Treese begann den zweiten Teil zusammen mit Bernhard Müllers (Klavier) und Florian Beer (Percussion) mit “Let the river run” von Carly Simon. Basierend auf einer Rhythmusstimme baut sich der Gesang langsam vom Bass zum Sopran auf Passagen, bei denen ungeheure rhythmische Genauigkeit gefordert ist, münden in einen mit breitgefächerten Akkorden mitreißenden Refrain: die Jugendlichen zeigten klare Sprache, großer dynamischer Bandbreite und lange Melodiebögen sowie fokussierte konzentrierte Aufmerksamkeit. 

“It’s Raining Men” ursprünglich von den Wheather Girls, hier im Arrangement von Paul Shaffer/Paul Jabari, war das nächste furiose Stück: Zusammen mit E-Bass (Stefan Stigler) und Gitarre (Moritz Bauer) startete der Chor durch. Intonationssicherheit, hohes Tempo, Präsenz bei rhythmischen Finessen und gekonntes Zusammenwirken mit den Instrumentalisten-kein Problem für die jungen Leute, die mit sichtlicher Freude agierten. 

“Save Tonight” von Eagle-Eye Cherry bildete den Abschluss des Chorauftritts. Mit Lotte Kreiner als wunderbarer Solistin, die mit ihrer warmen Altstimme die Strophen, unterlegt vom Chor, in eigener Version sang und einem Refrain, bei dem Chor und Instrumentalisten wahrlich groovten, kleine Teile improvisierten und gute Laune versprühten- nach beinahe zwei Jahren, in denen Chorsingen wegen Corona nicht möglich war, ein kleines Wunder an Chorauftritt, das nur mit hoher Motivation und großem Probenfleiß zu erreichen war. 

Wunderbar verspielt gestaltete Elena Eikam, Q 12, begleitet von Thomas Prechtl, das Cappriccio für Klarinette und Klavier von Hans Zander und zeigte in dem kecken Werk virtuoses schnelles Spiel gepaart mit sehr guter Atemtechnik sowie den Willen und Können, dies alles pfiffig umzusetzen-ein wahrer Genuss!

Katharina Schlereth, Q 12, ist eine wahre Künstlerin an der Querflöte: Im Werk Hypnosis von Ian Clarke und begleitet von Jelena Lichtmann zeigte sie ihre ungeheure Musikalität, hervorragende Fingerfertigkeit und einen schier unendlichen Atem. Sie verströmte eine unendliche Ruhe, auf der die Tongirlanden emporzuschweben schienen -kongenial! 

Das Sax Reger Ensemble (Leitung: Elke Beer) glänzte mit TicoTico in einem fröhlichen und mitreißenden Arrangement von Zequinho de Abren. Herausragend die Umsetzung der virtuosen Läufe und die Intonationssicherheit im Zusammenspiel!

Veronika, Xaver und Moritz Bauer zeigten mit Bruno Mars‘ „Locked out of heaven“ und „Stand by me“, dass sie nicht nur zu Recht bei The Voice Kids teilnahmen, sondern sich stetig weiterentwickeln. Eigene, Stimmlage und Instrument angepasste Arrangements herzustellen, alles selbst intonationssicher zu singen, zu spielen und vorher selbstkritisch einzustudieren-Chapeau-das können nicht viele Leute ihres Alters. Dabei zeigen sie eine beeindruckende Musikalität, große Souveränität und eine ansteckende Freude am eigenen Tun, das die Zuhörer im vollen Stadttheater mitriss.

Die Big Band, geleitet von Elke Beer übernahm mit Carlos Santanas „Maria, Maria“ die Bühne. Auch hier erst vor 6 Wochen als Ensemble komplett, spielten sie als Einheit, als ob es nie eine Probenpause durch Corona gegeben hätte.

„Smooth“, Latin-Rock Titel von Carlos Santana, ließ mit strahlenden Trompeten und einer hervorragend intonierten und zusammengespielten Sax-Reihe, mit Moritz Heldmann an E-Gitarre, Jakob Nutz am E-Bass und Julian Dechant am E-Piano, Urlaubsfeeling aufkommen. Mit „I want you back“ von den Jackson Five entließ die Bigband die begeistert mitklatschenden Zuhörer in die laue Sommernacht.

Direktor Georg Meyer sprach wohl vielen Zuhörern aus der Seele als er sagte, man wisse erst jetzt wirklich, wie sehr man diese Auftritte vermisst hätte und er sei „unbändig stolz“, Teil der MRG-Familie zu sein. 

Die unglaubliche Vielfalt von Rock über Jazz, Latin, Pop, irisch-bayrischer Volkstanz, bis Klassik am MRG überzeugte ebenso, wie Schüler, die nach dieser langen Corona-Pause mit ungeheurem Elan, scheinbar ohne Nervosität und mit großer Freude musizieren und das Publikum an zwei Abenden in Begeisterung versetzten.

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