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Sozialpraktikum2022 1Mein Praktikum habe ich vom 25.04 bis 29.04 im Heilig- Geist- Stift abgelegt. Begonnen habe ich dieses Praktikum ehrlich gesagt mit Vorfreude und Interesse, doch auch mit etwas Angst. Ich wusste schließlich nicht genau was auf mich zu kommt und mit welchen Menschen ich zu tun haben werde. Außerdem habe ich großen Respekt vor den Menschen, die diesen Beruf ausüben, vor allem vor den Pflegekräften. 

Von der Woche hab ich erwartet, dass ich einen Einblick in den Beruf und insbesondere auch in die Einrichtung  bekomme.  Meine Erwartungen wurden in dieser Woche auf jeden Fall übertroffen, und ich war positiv überrascht. 

 

Das Heilig- Geist- Stift hatte zum Zeitpunkt meines Praktikums insgesamt 88 Bewohner. Die Einrichtung ist in drei Wohnbereiche eingeteilt. Im ersten Bereich wohnen 26, im zweiten 35, und im dritten Bereich 27 Menschen. In der Einrichtung sind verschiedene Generationen und Nationalitäten zu treffen. Die Aufnahme erfolgt ab Pflegegrad 2, was bedeutet, dass man eine erhebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit haben muss, um dort leben und den Pflegedienst in Anspruch nehmen zu können. 

 

Durch den demographischen Wandel hat es für die Einrichtung in den letzten fünf Jahren Veränderungen gegeben. Die Menschen werden immer älter und die demenziellen Erkrankungen nehmen zu. Deshalb müssen sich die Mitarbeiter permanent fort- bzw. weiterbilden.

 

Insgesamt sind in diesem Altersheim 100 Menschen beschäftigt. Darunter sind vor allem Pflegekräfte und Pflegehilfskräfte. Doch auch die Betreuungsfachkräfte spielen für die Menschen dort eine große Rolle, denn sie kümmern sich eben auf eine anderen Weise um Bewohner als die Pflegekräfte. Ich habe mein Praktikum in der Betreuung gemacht, da ich etwas über den Umgang mit den Bewohnern lernen wollte. 

 

Sozialpraktikum2022 2Mein Arbeitstag begann immer um acht Uhr morgens. Dort wurde ich sofort einem Wohnbereich und einer Betreuungsfachkraft zugeteilt, welche ich den Tag über bis 15.30 Uhr begleiten durfte. 

Als erstes haben wir die Zeitungen ausgeteilt, welche ich anschließend einer Gruppe vorgelesen habe. Vormittag gab es nach der Zeitung immer ein unterschiedliches Programm, wie zum Beispiel Singen, Gymnastik, Malen und vieles mehr.  Auch am Nachmittag gab es solche Runden, doch eher in kleiner Ausführung, da die Bewohner oftmals Besuch von Verwandten oder Freunden bekommen haben.  Deshalb haben wir nachmittags immer ein leichtes Quiz und Kreuzworträtsel für Kinder gemacht, da die Menschen im Alter die alltäglichsten Sachen und Begriffe vergessen. Um Demenz vorzubeugen werden deshalb oft Denkspiele durchgeführt. Ich habe es sehr interessant gefunden zu beobachten, wie schwer es den Leuten fiel zum Beispiel auf das Wort „Katze“ zu kommen, wenn sie dabei ein Bild einer Katze betrachteten. Sie wussten jedoch, wer damals Kaiser war und sonstige Daten. Doch einfache Dinge geraten in Vergessenheit. 

An einem Nachmittag haben wir Bingo gespielt und ich musste für diejenigen mitspielen die nicht mehr in der Lage waren sich zu bewegen. Beeindruckt hat mich, dass diese Menschen, bei welchen man denkt, dass sie eh nichts mitbekommen, das Spiel mit den Augen verfolgten.  Dadurch habe ich gelernt, dass man  nicht zu voreilig sein sollte, man weiß nie wie geistig fit Menschen sind und wie viel sie noch mitbekommen. 

Am Donnerstag gab es dann einen Gottesdienst, zu welchem ich die Bewohner begleiten durfte. Anschließend besuchte ich zusammen mit dem Pfarrer noch eine Dame, die selber nicht in der Lage war am Gottesdienst teil zu nehmen. Sie hatte sich über unseren Besuch sehr gefreut und war sehr dankbar darüber.

 

Es gab innerhalb des Praktikums natürlich auch Situationen, die mir nicht so gefallen haben. Ich musste beispielsweise einer Frau das Mittagessen eingeben, welche allerdings nichts essen wollte. Sie weinte, da sie einfach nicht mehr am Leben sein wollte. Ich versuchte sie immer wieder zu beruhigen und sie zu ermuntern noch einen Löffel zu essen. Das viel mir ziemlich schwer, doch so etwas gehört nun mal dazu und ich bin dankbar auch die schlechten Seiten eines Altersheims erlebt zu haben.

 

Insgesamt hat mir das Praktikum sehr gut gefallen, da es eine Chance war etwas neues zu lernen und sich einmal ein Berufsfeld anzuschauen, von welchen man vorher vielleicht eher abgeneigt war. Es war schön zu sehen, dass ich den Leuten mit Kleinigkeiten, wie zum Beispiel ein Wasser einschenken, eine Freude bereiten konnte. 

Anna Schreiner, 10a 

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