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MusAb20202Rund 150 Schüler nutzten in diesem Schuljahr die Möglichkeit, sich am "Musischen Abend" am Max-Reger-Gymnasium vor großem Publikum zu präsentieren. 

Das Auftreten vor eben diesem Publikum, mit der eigenen Nervosität umzugehen, das Können am Instrument zu zeigen, sich zu präsentieren, all das will gelernt und gut vorbereitet sein. 

Und so übten vor allem die Jugendlichen der 5. und 6. Klassen seit Wochen auf ihren Auftritt hin, schrieben jeder für sich eine kleine Hinführung zu ihrem Stück, erkannten, wie wichtig es ist, bei Ansagen langsam und deutlich zu sprechen, sich nach einem Auftritt höflich zu verbeugen und sich eine geschickte Reihenfolge für ihre Auftritte zu überlegen. 

MusAb20204Der Reigen begann um 18.00 Uhr in der Pausenhalle. Nach der Begrüßung durch StD Matz präsentierten sich den versammelten Schülern, Eltern und Lehrern die Schulstreicher-ein Vororchester, das hauptsächlich aus Unterstufenschülern besteht. Gut gestimmt und gelaunt zeigten sie mit zwei Arrangements aus Edvard Griegs Peer Gynt Suite, wie gut auch die jüngsten Streicher schon spielen und gestalten können. Der sauber intonierte und sehr gut artikulierende Unterstufenchor riss sein Publikum mit dem „Klasse, wir singen“ mit. Die Schüler/-innen hatten mit ihrer Leiterin Ulrike Straub aber noch eine Überraschung parat: An ihrem Cupsong (ein Song, bei dem man mit Bechern auf den Boden im Rhythmus eine Choreographie klopft) hatten nicht nur sie, sondern vor allem das Publikum eine Riesenfreude.

Weiter ging es für die drei 5ten Klassen und ab 19.15 Uhr auch für die drei 6. Klassen in beiden Musiksälen und einem Klassenzimmer, wo sie ihre Klassen-konzerte starteten.

MusAb2020Vor vollbesetzten Zuhörerreihen begann jede Klasse den Abend mit einem gesungenen Lied, fein herausgeputzt, so wie es sich für ein Konzert gehört, und mit vor Aufregung roten Wangen. Akribisch vorbereitet und für so junge Jahre erstaunlich souverän und eloquent bereiteten die jungen Musiker danach die Zuhörer mit Phantasiereisen, zeitgeschichtlichen Anekdoten und Erklärungen zu Komponisten und Werksgattung auf ihr jeweiliges Stück vor. 

Und was für eine Vielfalt da zu hören war: Geige, Cello, Klavier, Querflöte, Klarinette bis hin zur Trompete, Saxophon, Gitarre und Schlagzeug. Und es wurde nicht nur einzeln musiziert, viele fanden sich zusätzlich zu kleinen Ensembles zusammen, als Klarinetten- oder Flötenduo, als Geigenduo mit Klavierbegleitung, so ganz nebenbei ein großer Beitrag zur Bildung einer guten Klassengemeinschaft. 

Nicht nur der musische Beitrag jedes einzelnen 5. und 6.-Klässlers war gelungen, nein, jede einzelne Präsentation war perfekt: Alle Schüler nannten deutlich Titel und Komponisten ihres Stücks, gaben ihre kleine Einführung und nach dem Spiel verbeugten sie sich wie Profis beim wohlverdienten Applaus des Publikums.

Um 19 Uhr ging es auch in der Pausenhalle mit dem Konzert der  7.-12. Klassen los. 

MusAb20203Auch hier war neben vielen Soloauftritten aus der ganzen Palette des Instrumenten-angebots der Schule gemeinsames Musizieren zu sehen und zu hören, genannt sei hier das Streichquartett, das den Abend mit zwei Arrangements aus dem Musical Cats eröffnete, oder die vier jungen Blechbläser aus den 6. Klassen, die ihren ersten Auftritt als Ensemble mit dem Song Popcorn bravourös meisterten. Fünf junge Saxophonistinnen – ebenfalls zum ersten mal als Ensemble zu hören- brachten mit We are family, Celebration und The magnificent Seven die Pausenhalle zum swingen. Vier Gitarristen aus der achten Klasse beschlossen, dass sie zwar klassische Gitarre lernen, aber eben auch E-Gitarre und E-Bass spielen können und führten mit ihrem Klassenkameraden am Schlagzeug verstärkt ein selbst arrangiertes Medley aus Rockklassikern auf, wobei sie gekonnt das Publikum zum Mitklatschen brachten. 

Aus jeder Musikepoche waren Werke dabei: Ob Barock mit dem Presto aus einem Violinkonzert von Vivaldi (brilliant: Susanne Merkl, 8a), die Klassik mit Sonatinen von Clementi oder Haydn und einem technisch aufwändigen furiosen Klarinettenduo (Elena Eikam, Kathrin Liebel, beide 10a) von Devienne, oder die Romantik. Diese war mit herausragenden Beiträgen (Sätze aus Violinkonzerten von Rieding und Seitz) von Emy Gresch, Maximilian Büttner und Elisaveta Kulka (alle 7. Klasse) vertreten, die bei so manchem Zuhörer für einen Gänsehaut-Moment sorgten. Auch Schuberts Impromptu D 935/2, sensibel von Sabrina Paulisch (Q11) interpretiert, Mendelssohn-Bartholdys anspruchsvolles Lied ohne Worte –von Morten Hagel (7. Klasse) einfühlsam und souverän vorgetragen- sowie Camille Saint-Saens Schwan aus dem Carneval der Tiere, den Klara Krusche am Cello gekonnt seine Bahnen ziehen ließ, bescherten den aufmerksam lauschenden Zuhörern schon ein Können, das aufhorchen ließ.

Auch die Moderne war mit dem von Christoph Lippert stilsicher und bravourös gespielten Maple Leaf Rag vertreten, aber auch mit vielen Werken der wunderbaren Klavierpädagogin Martha Mier, die es versteht, für Jugendliche moderne Pop und Rockstücke geschickt in Szene zu setzen. Das Sax Reger Ensemble, bestehend aus den großen Saxophonistinnen aus Q11 und 12 machte den Abschluss des Konzerts mit Africa, Shape of you und dem Queensong Somebody to love.

Eigentlich müssten an dieser Stelle alle Schüler namentlich genannt werden, jeder hätte es verdient, denn jeder war bestens vorbereitet, überwand alle Nervosität und Unsicherheit und strahlte am Ende voller Stolz. 

So sei an dieser Stelle ein großes Lob an und für alle Musiker und ihre sie liebevoll vorbereitenden Instrumentallehrer ausgesprochen, für einen bestens unterhaltenden "Musischen Abend".

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