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Alle Jahre wieder die gleiche Erfahrung: Da sitzen Schüler aus der 5. und 6. Jahrgangsstufe vor einer fast leeren Bühne und warten gespannt auf den Beginn der Vorstellung. Dann der Auftritt der beiden Akteure vom Theater Animato aus Wien, eine Opernsängerin und ein Opernsänger, gleichzeitig auch Schauspieler, Regisseur, Kostümbildner, Bühnenbilder und Bühnenarbeiter. Und von Anfang an sind alle ins Geschehen eingebunden: Die Schüler dürfen Rollen übernehmen, werden in passende Kostüme gekleidet, bekommen ihre Texte und nebenbei Regieanweisungen zugeflüstert. Das alles mit einfachen, aber überaus effektiven Mitteln.

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So stehen Schüler der 5. Klasse in der Oper "Die Kluge" von Carl Orff auf der Bühne. Dabei lässt die einnehmende und mitreißende Art der Darsteller vom Theater Animato bei den Schülern erst gar keine Schüchternheit aufkommen. Alle sind gebannt vom Geschehen, schlüpfen mit Begeisterung in die Rolle des Eselmannes, des Königs und der klugen Bauerstochter und spielen mit. 

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Für die 6. Klassen geht es im "Freischütz" von Carl Maria von Weber um Max, der um Agathe wirbt, dessen Situation sich aber derart zuspitzt, dass seine Liebe in Gefahr ist. Daher lässt er sich von Kaspar zum Bösen verleiten und gießt mit ihm in der Wolfsschlucht Freikugeln. Zunächst wird den Sechstklässler aber erklärt, was überhaupt "Romantik" bedeutet und wie man diese Gefühlswelt in der Musik von Weber in der Instrumentierung, Melodiegestaltung und Harmonik hören kann.

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In beiden Opern gibt es Szenen, in denen alle Schüler, sei es auf der Bühne oder im Zuschauerraum, mitwirken können. So singen alle das Lied der Strolche "Als die Treue ward geborn" ("Die Kluge") lauthals mit oder gestalten die Wolfsschluchtszene, dass sie richtig spannend, gespenstisch und schauerlich wird.

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Freude und Erfolg auf Seiten der Schüler und der Darsteller sind das Ergebnis dieser kurzweiligen Opernaufführungen. Vielleicht werden später aus einigen Schülern eifrige Opernbesucher. Dies haben sie dann auch sicherlich dem "Musiktheater Animato" aus Wien zu verdanken.

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VokalensembleCoronaTeile des Vokalensembles der Q12 zeigen auf eigene Faust, dass Chor auch in Zeiten von social distancing möglich ist. Trotz und gerade wegen Konzertabsagen wollen die Schüler beweisen, dass die Musik besonders unter den momentanen Umständen Zusammenhalt schafft. Viel Vergnügen beim Reinhören - bitte auf das Foto Klicken! 

Digitaler Instrumentalunterricht am Max-Reger-Gymnasium 

Zeitungsartikel Digitaler Instrumentalunterricht am MRG BildIn Krisenzeiten müssen Herausforderungen gemeistert werden. Dies gilt auch für die Umstellung auf neue Unterrichtsformen, wie sie das musische Max-Reger-Gymnasium gerade praktiziert.

Zwar dringen aus dem Schulgebäude des MRG am Kaiser-Wilhelm-Ring aufgrund der momentanen bayernweiten Schulschließungen nicht die bekannten Klänge nach draußen. Trotzdem bleiben die Instrumente der Schüler/innen auch in Corona-Zeiten nicht stumm. Statt des persönlichen Unterrichts verabreden sich Instrumentallehrkräfte und Schüler/innen zur individuellen wöchentlichen Stunde und nutzen dabei die verschiedenen digitalen Möglichkeiten unter größtmöglicher Beachtung des Datenschutzes. 

Grundvoraussetzung ist eine stabile und schnelle Internetverbindung, die in Zeiten von Home-Office im ländlichen Einzugsgebiet der Schule immerhin zumeist gewährleistet ist. Sobald die Bildschirmoberfläche von Tablet, Notebook oder Handy das wohlvertraute Gesicht der Instrumentallehrkraft zeigt, werden den Instrumenten – ob Klavier oder Saxophon, ob Harfe oder Schlagzeug – auch schon die ersten Töne entlockt. „Bald vergisst man, dass man sich nur virtuell sieht, und es kommt einem so vor, als ob man ganz normalen Unterricht hat“, berichtet die Zehntklässlerin Kathrin Liebl. Allerdings vermisst sie in ihrer Rückschau auf die beiden letzten Wochen das Zusammenspiel mit einer Duett-Partnerin. 

Oberstudienrat Thomas Prechtl juckt es manchmal in den Fingern, in unmittelbarer Nähe zum Unterrichtsgeschehen den Takt mitzählen oder den Song seiner Blechbläser/innen mitsingen zu können. „Was man als Lehrer lernen muss, ist, dass man auf Grund der zeitlichen Verschiebung der Übertragung nicht direkt in den Schülervortrag eingreifen kann.“ Geht es um Feinheiten in Dynamik und Klangqualität wird das Gehör der erfahrenen Musiklehrer auf eine besonders reizvolle Probe gestellt. Trotzdem habe sich diese Form des Unterrichts für Prechtl und seine Kollegen bereits schnell normalisiert und man sehe darin einen innovativen Gewinn für die musikpädagogische Begleitung. 

Davon profitieren insbesondere auch die Schüler/innen der Unterstufe, die durch kontinuierliches Üben ihre Instrumentalkenntnisse weiter ausbauen können. Zumal man als Fünftklässler vielleicht erst vor einem halben Jahr den Spaß am Musizieren entdeckt und den Weg ans MRG gefunden hat. 

Ihre Vorfreude auf das gemeinsame Spielen in den verschiedenen Ensembles von Klassik bis Rock lässt die Schüler/innen auf ein baldiges Ende der Corona-Maßnahmen hoffen. Mit den Klängen des Stevie- Wonder-Songs „Don’t you worry bout a thing“ wünscht man sich, den mittlerweile traditionellen Auftritt der Big Band beim Altstadtfest auch in diesem Jahr verwirklichen zu können.

Tobias Kober, OStR 

Max-Reger-Gymnasium Amberg

Bild: Musiklehrer Thomas Prechtl beim digitalen Unterricht

MusAb20202Rund 150 Schüler nutzten in diesem Schuljahr die Möglichkeit, sich am "Musischen Abend" am Max-Reger-Gymnasium vor großem Publikum zu präsentieren. 

Das Auftreten vor eben diesem Publikum, mit der eigenen Nervosität umzugehen, das Können am Instrument zu zeigen, sich zu präsentieren, all das will gelernt und gut vorbereitet sein. 

Und so übten vor allem die Jugendlichen der 5. und 6. Klassen seit Wochen auf ihren Auftritt hin, schrieben jeder für sich eine kleine Hinführung zu ihrem Stück, erkannten, wie wichtig es ist, bei Ansagen langsam und deutlich zu sprechen, sich nach einem Auftritt höflich zu verbeugen und sich eine geschickte Reihenfolge für ihre Auftritte zu überlegen. 

MusAb20204Der Reigen begann um 18.00 Uhr in der Pausenhalle. Nach der Begrüßung durch StD Matz präsentierten sich den versammelten Schülern, Eltern und Lehrern die Schulstreicher-ein Vororchester, das hauptsächlich aus Unterstufenschülern besteht. Gut gestimmt und gelaunt zeigten sie mit zwei Arrangements aus Edvard Griegs Peer Gynt Suite, wie gut auch die jüngsten Streicher schon spielen und gestalten können. Der sauber intonierte und sehr gut artikulierende Unterstufenchor riss sein Publikum mit dem „Klasse, wir singen“ mit. Die Schüler/-innen hatten mit ihrer Leiterin Ulrike Straub aber noch eine Überraschung parat: An ihrem Cupsong (ein Song, bei dem man mit Bechern auf den Boden im Rhythmus eine Choreographie klopft) hatten nicht nur sie, sondern vor allem das Publikum eine Riesenfreude.

Weiter ging es für die drei 5ten Klassen und ab 19.15 Uhr auch für die drei 6. Klassen in beiden Musiksälen und einem Klassenzimmer, wo sie ihre Klassen-konzerte starteten.

MusAb2020Vor vollbesetzten Zuhörerreihen begann jede Klasse den Abend mit einem gesungenen Lied, fein herausgeputzt, so wie es sich für ein Konzert gehört, und mit vor Aufregung roten Wangen. Akribisch vorbereitet und für so junge Jahre erstaunlich souverän und eloquent bereiteten die jungen Musiker danach die Zuhörer mit Phantasiereisen, zeitgeschichtlichen Anekdoten und Erklärungen zu Komponisten und Werksgattung auf ihr jeweiliges Stück vor. 

Und was für eine Vielfalt da zu hören war: Geige, Cello, Klavier, Querflöte, Klarinette bis hin zur Trompete, Saxophon, Gitarre und Schlagzeug. Und es wurde nicht nur einzeln musiziert, viele fanden sich zusätzlich zu kleinen Ensembles zusammen, als Klarinetten- oder Flötenduo, als Geigenduo mit Klavierbegleitung, so ganz nebenbei ein großer Beitrag zur Bildung einer guten Klassengemeinschaft. 

Nicht nur der musische Beitrag jedes einzelnen 5. und 6.-Klässlers war gelungen, nein, jede einzelne Präsentation war perfekt: Alle Schüler nannten deutlich Titel und Komponisten ihres Stücks, gaben ihre kleine Einführung und nach dem Spiel verbeugten sie sich wie Profis beim wohlverdienten Applaus des Publikums.

Um 19 Uhr ging es auch in der Pausenhalle mit dem Konzert der  7.-12. Klassen los. 

MusAb20203Auch hier war neben vielen Soloauftritten aus der ganzen Palette des Instrumenten-angebots der Schule gemeinsames Musizieren zu sehen und zu hören, genannt sei hier das Streichquartett, das den Abend mit zwei Arrangements aus dem Musical Cats eröffnete, oder die vier jungen Blechbläser aus den 6. Klassen, die ihren ersten Auftritt als Ensemble mit dem Song Popcorn bravourös meisterten. Fünf junge Saxophonistinnen – ebenfalls zum ersten mal als Ensemble zu hören- brachten mit We are family, Celebration und The magnificent Seven die Pausenhalle zum swingen. Vier Gitarristen aus der achten Klasse beschlossen, dass sie zwar klassische Gitarre lernen, aber eben auch E-Gitarre und E-Bass spielen können und führten mit ihrem Klassenkameraden am Schlagzeug verstärkt ein selbst arrangiertes Medley aus Rockklassikern auf, wobei sie gekonnt das Publikum zum Mitklatschen brachten. 

Aus jeder Musikepoche waren Werke dabei: Ob Barock mit dem Presto aus einem Violinkonzert von Vivaldi (brilliant: Susanne Merkl, 8a), die Klassik mit Sonatinen von Clementi oder Haydn und einem technisch aufwändigen furiosen Klarinettenduo (Elena Eikam, Kathrin Liebel, beide 10a) von Devienne, oder die Romantik. Diese war mit herausragenden Beiträgen (Sätze aus Violinkonzerten von Rieding und Seitz) von Emy Gresch, Maximilian Büttner und Elisaveta Kulka (alle 7. Klasse) vertreten, die bei so manchem Zuhörer für einen Gänsehaut-Moment sorgten. Auch Schuberts Impromptu D 935/2, sensibel von Sabrina Paulisch (Q11) interpretiert, Mendelssohn-Bartholdys anspruchsvolles Lied ohne Worte –von Morten Hagel (7. Klasse) einfühlsam und souverän vorgetragen- sowie Camille Saint-Saens Schwan aus dem Carneval der Tiere, den Klara Krusche am Cello gekonnt seine Bahnen ziehen ließ, bescherten den aufmerksam lauschenden Zuhörern schon ein Können, das aufhorchen ließ.

Auch die Moderne war mit dem von Christoph Lippert stilsicher und bravourös gespielten Maple Leaf Rag vertreten, aber auch mit vielen Werken der wunderbaren Klavierpädagogin Martha Mier, die es versteht, für Jugendliche moderne Pop und Rockstücke geschickt in Szene zu setzen. Das Sax Reger Ensemble, bestehend aus den großen Saxophonistinnen aus Q11 und 12 machte den Abschluss des Konzerts mit Africa, Shape of you und dem Queensong Somebody to love.

Eigentlich müssten an dieser Stelle alle Schüler namentlich genannt werden, jeder hätte es verdient, denn jeder war bestens vorbereitet, überwand alle Nervosität und Unsicherheit und strahlte am Ende voller Stolz. 

So sei an dieser Stelle ein großes Lob an und für alle Musiker und ihre sie liebevoll vorbereitenden Instrumentallehrer ausgesprochen, für einen bestens unterhaltenden "Musischen Abend".

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